Seltener Einblick

Exakt so viel Geld bringt der Kaminski-Deal dem 1. FC Köln


08.07.2026 – 08:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Jakub Kaminski, hier noch im Dress des 1. FC Köln (Archivfoto): Er hat sich einem portugiesischen Top-Klub angeschlossen. (Quelle: UWE KRAFT/imago)

Es ist der zweitgrößte Transfer in der Geschichte des 1. FC Köln. Der Verkauf von Jakub Kaminski beschert dem FC Millionen. Die Zahlen sind genau bekannt.

Der 1. FC Köln setzt seinen Weg weiter fort, Leistungsträger für viel Geld zu verkaufen. Im letzten Sommer gingen Damion Downs für acht und Max Finkgräfe für vier Millionen Euro. In diesem Sommer ist nun der erste große Transfer unter Dach und Fach: Jakub Kaminski wechselt zu Benfica Lissabon.

Wie groß der Transfer für den FC ist, wurde ebenso bekannt. In einem seltenen Fall von Transparenz im internationalen Fußball war Benfica als börsendotierter Verein dazu verpflichtet, die genauen Zahlen des Deals zu nennen. Und die haben es nicht nur in der reinen Ablösesumme für den FC in sich.

Mega-Ausstiegsklausel für Kaminski

„Sport Lisboa e Benfica gibt bekannt, dass eine Einigung mit dem 1. FC Köln über den Erwerb sämtlicher Rechte am Spieler Jakub Piotr Kaminski für eine Summe von 17 Millionen Euro erzielt wurde“, hieß es in der Mitteilung. „Darüber hinaus hat der 1. FC Köln Anspruch auf zehn Prozent des bei einem künftigen Transfer des Spielers erzielten Veräußerungsgewinns.“ Dieser Anteil kann womöglich sogar noch auf 25 Prozent steigen, heißt es in der Mitteilung.

Das bedeutet konkret: Nicht nur erhält der FC sofort 17 Millionen Euro, sondern darf auch noch auf einen Nachschlag hoffen, sollte Kaminski bei Benfica erfolgreich sein und für eine noch größere Summe weiterverkauft werden. Wie groß diese Summe sein könnte, das legte Benfica ebenso fest. Denn weiter hieß es: „Benfica SAD hat mit dem Spieler einen bis zum 30. Juni 2031 laufenden Arbeitsvertrag geschlossen, der eine Ausstiegsklausel in Höhe von 60 Millionen Euro vorsieht.“

Dem FC winken 4,3 Mio. Euro Nachzahlung

Eine Mega-Ausstiegsklausel für den Polen, der sieben Tore und fünf Vorlagen für den FC in 36 Pflichtspielen registrieren konnte. Für die Geißböcke bedeuten die Zahlen: Sollte tatsächlich ein Verein in den nächsten Jahren die Ausstiegsklausel aktivieren und 60 Mio. Euro zahlen, würde der FC zehn Prozent vom Gewinn erhalten – also von 60 minus 17 Mio. Euro. Es winkt also tatsächlich ein Nachschlag in Höhe von 4,3 Mio. Euro für die Kölner.

Und sollte Kaminski in Lissabon einschlagen, wäre dies sogar nicht gänzlich abwegig. Denn der Pole hat einen Traum: die Premier League. Und wenn in einem Land in Europa das Geld für eine solche Ablöse vorhanden wäre, dann in England. Die Geißböcke werden Kaminski nun also doppelt die Daumen drücken, dass das Abenteuer Portugal sich für den Spieler auszahlt. Denn dann würde es sich auch für die Geißböcke noch einmal richtig lohnen.

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