Nachts mit Wärmebildkamera im Maisfeld
Jäger erschießt Kollegen auf Hochsitz
02.09.2026 – 16:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwei Jäger sind nachts im Westerwald unterwegs. Kurz nach Mitternacht fällt ein Schuss – und auf einem Hochsitz sackt einer der Männer tödlich getroffen zusammen.
Im Westerwald hat offenbar ein Jäger einen anderen erschossen. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt, wie zuerst der „Altenkirchener Kurier“ berichtete.
Demnach fiel der tödliche Schuss gegen 0.25 Uhr in der Nacht zum Sonntag in einem Maisfeld bei Dürrholz im Landkreis Neuwied. Getroffen wurde ein 50 Jahre alter Jäger, der auf einem drei Meter hohen Hochsitz saß.
- Spur führt nach Deutschland: Jäger lässt jahrelang Leiche ohne Kopf im Wald liegen
Geschossen haben soll der 58 Jahre alte Jagdpächter aus Neuwied. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von einem Jagdunfall aus und hat Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet, wie Oberstaatsanwalt Thorsten Kahl t-online auf Anfrage mitteilte.
Ähnlicher Fall in NRW: Querschläger tötete 23-Jährigen auf Hochsitz
„Eine Wärmebildkamera war wohl vorhanden“, erklärte er. „Ob diese bei der Schussabgabe eingesetzt wurde, ist noch nicht geklärt.“ Weitere Details konnte der Staatsanwalt zunächst nicht nennen. So bleibt vorerst unklar, aus welcher Entfernung der Schuss abgegeben wurde und ob der Schütze ebenfalls auf einem Hochsitz saß.
Bei einem ähnlichen Vorfall war im vergangenen Januar ein 23-Jähriger aus Paderborn getötet worden. In dem Fall hatten vier junge Jäger versucht, ein Wildschwein zu erlegen. Ermittlungen zufolge schoss ein 22-Jähriger von einem Hochsitz im nordrhein-westfälischen Kreis Höxter aus auf das Tier. Dann wurde die Kugel offenbar abgefälscht – und ein Fragment des Projektils traf den 23-Jährigen, der sich ebenfalls auf einem Hochsitz befand.
