Von&nbspEuronews&nbspmit&nbspAFP

Veröffentlicht am

Zwei Wale wurden über Nacht am Sonntag vor der Küste Islands getötet, zwei Tage nachdem die kommerzielle Jagd wieder aufgenommen wurde, berichteten lokale Medien und Tierschützer am Montag.

Die Tötung beendet eine zweijährige Pause und markiert die ersten Fänge seit 2023.

Der isländische öffentlich-rechtliche Sender RUV berichtete, dass zwei Finnwale getötet wurden. Der Finnwal ist nach dem Blauwal das zweitgrößte Tier der Erde.

Bevor die Schiffe am Freitag losfuhren, hatte sich ein Demonstrant an einem der Masten im Hafen von Reykjavik befestigt, kletterte jedoch herunter und wurde von der Polizei weggeführt.

Island, Norwegen und Japan sind die einzigen drei Länder, die den Walfang trotz internationaler Verurteilung durch die Öffentlichkeit und Tierschutzorganisationen immer noch offen erlauben.

Island hat seine Waljagd in den letzten zwei Jahren eingestellt, unter anderem weil wirtschaftliche Probleme die Nachfrage verringert hatten und die Branche als nicht profitabel genug angesehen wurde.

„Die ersten Todesfälle von Finnwalen bei der Jagd auf Island in diesem Jahr sind verheerend“, sagte Joanna Swabe, leitende Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit in Europa bei der Tierrechtsgruppe Humane World for Animals.

„Island hat in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als 1.000 Finnwale getötet – nicht nur das zweitgrößte Tier der Welt, sondern auch eine Art, die weltweit als vom Aussterben bedroht eingestuft wird“, sagte Swabe in einer Erklärung.

Die isländische Regierung hat erklärt, dass sie plant, im Herbst einen Gesetzentwurf zum Verbot des Walfangs einzuführen.

Die Internationale Walfangkommission verbot 1986 das kommerzielle Töten von Walen, da sie sich über den Rückgang der Bestände an Meeressäugetieren Sorgen machte.

Das isländische Meeres- und Süßwasserforschungsinstitut hat empfohlen, in der Saison 2026 nicht mehr als 150 Finnwale zu fangen.

Das sei ein Rückgang um 28 Prozent gegenüber der empfohlenen Jahresquote für den Zeitraum 2018–2025, hieß es.

Das Institut hat einen jährlichen Fang von 168 Tieren für die Zwergwaljagd in diesem Jahr festgelegt, was einem Rückgang von 23 Prozent gegenüber 2018–2025 entspricht.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version