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Finanzen

Iran-Krieg setzt Ölmarkt unter Druck – China profitiert von Solar-Boom

wochentlich.deBy wochentlich.de28 April 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Iran-Krieg setzt Ölmarkt unter Druck – China profitiert von Solar-Boom
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Folge des Iran-Kriegs

„Die Energiezukunft kommt früher als gedacht“


Aktualisiert am 28.04.2026 – 07:35 UhrLesedauer: 5 Min.

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Produktion von Solarpanelen in China: In dieser Fabrik wird produziert, was weltweit gerade stärker nachgefragt wird als je zuvor. (Quelle: IMAGO/imago)

Der Krieg im Nahen Osten löst Unsicherheit aus und treibt die Preise für fossile Energieträger hoch. Vor allem China könnte von der instabilen Weltlage profitieren.

Der Iran-Krieg setzt die globale Energieversorgung unter Druck und lässt die Preise für Öl und Gas deutlich steigen. Teheran beansprucht weiterhin die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen transportiert wird.

Die Unsicherheit und die stark gestiegenen Preise treiben zugleich strukturelle Veränderungen am Energiemarkt voran und beschleunigen den Umstieg einiger Länder auf erneuerbare Technologien. Davon dürfte derzeit vor allem China profitieren: Laut einer aktuellen Analyse des Londoner Thinktanks Ember exportiert das Land so viel „grüne“ Technologie wie nie zuvor. Unter anderem durch massive staatliche Investitionen hat China in den vergangenen Jahren seine eigene Abhängigkeit von Öl reduziert und gleichzeitig seine Rolle als führender Anbieter erneuerbarer Technologien ausgebaut.

„Eine energiehungrige Welt wird von Amerika in die Arme Chinas getrieben“, schrieb der US-Ökonom Paul Krugman in einem Beitrag auf Substack am 14. April. „Der große geopolitische Gewinner von Trumps Feindseligkeit gegenüber der Energierevolution wird China sein, das die Produktion von Infrastruktur für erneuerbare Energien dominiert“, so der Nobelpreisträger. „Darüber hinaus wird die von China angeführte Energiezukunft dank des Debakels im Iran früher als geplant Realität werden.“

Auch die aktuelle Analyse von Ember zeichnet dieses Bild: Dem Bericht zufolge haben die Exporte aus China von Solartechnologie, Batteriespeichern und Elektrofahrzeugen im März ein Rekordniveau erreicht. Die Auswertung zeigt, dass Solar-Exporte eine installierbare Kapazität von 68 Gigawatt erreichten – also die maximale Leistung, die die exportierten Module nach ihrer Installation liefern könnten. Das entspricht etwa einer Verdopplung gegenüber dem Vormonat und liegt rund 49 Prozent über dem bisherigen Höchststand.

„Solarenergie ist bereits der Motor der globalen Wirtschaft, und die aktuellen Preisschocks bei fossilen Energien treiben die Entwicklung noch schneller voran“, schrieb Ember-Analyst Euan Graham zu dem Report. Länder importierten Solartechnik auf Rekordniveau und bauten gleichzeitig eigene Produktionskapazitäten auf.

Die australischen Forscher Peter Newman und Ray Wills schrieben in einem Beitrag in dem Wissenschaftsmagazin „The Conversation“, die Staaten sicherten derzeit nicht nur Öl, sondern „verlässlichere Energiequellen“, um künftige Krisen abzufedern. Die neuen Daten zeigten dabei das Gegenteil früherer Projektionen: Statt eines Einbruchs hätten sich die chinesischen Solarexporte binnen eines Monats sogar verdoppelt.

Auch nach ihrer Einschätzung dürften steigende Ölpreise die Suche nach nicht fossilen Alternativen weiter beschleunigen – ähnlich wie bei den Ölkrisen vor über 50 Jahren. „Dieses Mal ereignet sich der Ölschock jedoch inmitten der rasantesten Energiewende, die die Menschheit je erlebt hat“, schreiben die Wissenschaftler in ihrer Analyse.

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