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Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat Medienberichte bestätigt, denen zufolge Beamte in Washington davon ausgehen, dass Israel möglicherweise versucht hat, iranische Top-Unterhändler zu töten, um die Waffenstillstandsgespräche mit den Vereinigten Staaten, die in Pakistan stattfinden sollten, zum Scheitern zu bringen.

Die Gespräche in Islamabad, die teilweise von US-Vizepräsident JD Vance vermittelt wurden, führten zu dem Rahmenabkommen, das Iran und die USA am 17. Juni unterzeichneten, um ihren Krieg zu beenden.

Die beiden Länder befinden sich derzeit in einem auf 60 Tage verlängerten Waffenstillstand, der es den Verhandlungsparteien ermöglichen soll, eine endgültige Einigung zu erzielen.

Die New York Times und die Washington Post berichteten, dass die Besorgnis der USA über Drohungen gegen Araghchi und Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf während der Verhandlungen im April so stark zunahm, dass Washington regionale Verbündete aufforderte, Teheran zu warnen, dass Israel die beiden Beamten ins Visier nehmen könnte.

Washington und Teheran unterhalten seit 1980 keine formellen diplomatischen Beziehungen und kommunizieren typischerweise über Vermittler, weshalb die US-Warnung über regionale Verbündete weitergeleitet und nicht direkt gesendet wurde.

Das Wall Street Journal berichtete im März auch, dass Israel möglicherweise Araghchi und Ghalibaf während der israelischen Angriffskampagne gegen hochrangige iranische Beamte auf einer Zielliste gehabt habe, dass Israel sie später jedoch vorübergehend von der Liste gestrichen habe.

In einem Interview mit dem iranischen Staatsfernsehen am Freitag sagte Araghchi, er sei sich der Bedrohung bewusst gewesen. Auf die Frage, warum er trotzdem nach Pakistan gereist sei, sagte er: „Wir sind Iraner, wir haben keine Angst vor dem Tod unserer Nation.“

„Feiglinge greifen von hinten an. Wir haben uns für regionalen Frieden eingesetzt. Jetzt sehen Sie, wer der wahre Krebs ist“, fügte Araghchi hinzu.

Die New York Times berichtete, dass der Iran außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen habe, um seine damaligen Unterhändler zu schützen.

Als Ghalibaf nach Islamabad reiste, um Vance zu treffen, eskortierten pakistanische Kampfflugzeuge die Flugzeuge der iranischen Delegation von der iranischen Grenze nach Islamabad und zurück, heißt es in dem Bericht.

Auf dem Rückflug sei das iranische Flugzeug inmitten einer militärischen Bedrohung durch Israel notgelandet, was Ghalibafs Delegation dazu veranlasste, mit dem Auto weiter nach Teheran zu fahren.

Der Iran-Krieg begann am 28. Februar, als amerikanisch-israelische Angriffe auf Teheran zum Tod von Ayatollah Ali Khamenei und mehreren hochrangigen Beamten führten.

Die Regierungen der USA und Israels haben sich nicht direkt mit den Vorwürfen des Mordkomplotts befasst.

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