Konzertabsage in Schwerin
Insolvenz stoppt Auftritt von Camouflage
13.08.2025 – 09:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Synthiepop-Band Camouflage sollte in Schwerin auftreten. Doch wenige Tage vor dem Konzert kommt die Absage – der Veranstalter ist pleite.
Das für den 15. August geplante Open-Air-Konzert von Camouflage in Schwerin ist wegen der Insolvenz der Veranstaltungsagentur Arivati abgesagt worden. Die in Bietigheim-Bissingen gegründete Band, die seit 1983 aktiv ist und für Hits wie „Love is a Shield“ und „The Great Commandment“ bekannt wurde, sollte den Höhepunkt des Schweriner Konzertsommers bilden. Am Samstag, den 9. August, wurde die Absage offiziell bekannt gegeben. Grund ist die Zahlungsunfähigkeit der Arivati Entertainment UG aus Görlitz, die zuvor bereits ein anderes Konzert in Schwerin gestrichen hatte.
Arivati hatte wenige Tage zuvor beim Amtsgericht Dresden Insolvenz angemeldet. Laut Geschäftsführer sei die Agentur „in Folge der steigenden Kosten nicht mehr in der Lage, Veranstaltungen kostendeckend durchzuführen“. In einem Facebook-Post erklärte die Agentur zudem, dass trotz aller Bemühungen und Gespräche keine wirtschaftlich tragbare Lösung für das Camouflage-Konzert gefunden werden konnte. Auch ein Auftritt der Band Mesh im Juli war deshalb ausgefallen.
Auf der Instagram-Seite der Agentur sind für die kommenden Monate weitere Veranstaltungen angekündigt, darunter Konzerte von „Das Ich“, Pro-Pain, Dr. Motte und das „Dark East“-Festival 2026. Ob diese stattfinden, ist unklar. Der Ticketverkauf über Eventim für weitere Termine wurde vorsorglich ausgesetzt.
Die Band selbst zeigte sich „sehr enttäuscht“ und betonte, sie habe sogar auf einen Teil ihrer Gage verzichten wollen, um in Schwerin aufzutreten. Viele Fans hätten womöglich ihre Anreise und Unterkunft nicht mehr stornieren können und blieben auf den Kosten sitzen. Dennoch hoffe man, den Auftritt bei anderer Gelegenheit nachholen zu können. Die rund 40 Euro teuren Tickets werden laut Insolvenzverwalter Christian Stunz erstattet. Betroffene sollen sich direkt an dessen Kanzlei in Dresden wenden.
Sebastian Glanz, Betreiber der Pappelpark-Bühne, wo das Konzert stattfinden sollte, sprach bereits nach der Absage des Mesh-Konzerts von einem „enormen finanziellen Verlust“. Ob sich die Insolvenz von Arivati auch auf weitere geplante Veranstaltungen in Schwerin auswirkt, ist derzeit unklar.
In sozialen Netzwerken äußerten sich zahlreiche Fans enttäuscht über die kurzfristige Absage. „Sehr bitter und sehr schade“ schrieb einer, oder „Wir hatten eine Reise aus Dänemark mit Hotelübernachtung geplant“ schrieb ein anderer Fan.
