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Insolvenz bei Firma aus Umfeld: Wirtschaftskrimi um deutschen Ex-F1-Piloten

wochentlich.deBy wochentlich.de15 Januar 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Insolvenz bei Firma aus Umfeld: Wirtschaftskrimi um deutschen Ex-F1-Piloten
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Handel mit Luxuskarossen

Ex-Formel-1-Pilot in U-Haft – Firma aus Umfeld insolvent

Aktualisiert am 15.01.2026 – 05:11 UhrLesedauer: 3 Min.

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Adrian Sutil: Der ehemalige Rennfahrer ging bei 128 Formel-1-Gran-Prix an den Start. (Quelle: Luca Marenda/imago)

Ex-Formel-1-Fahrer Adrian Sutil handelte mit Luxusautos. Seit Ende letzten Jahres sitzt er in U-Haft. Nun ist eine Firma, mit der er in enger Verbindung steht, insolvent.

Einst drehte er in der Formel 1 seine Runden, jetzt steht sein Name im Mittelpunkt eines Wirtschaftsskandals: Adrian Sutil befindet sich seit Ende November in Untersuchungshaft. Nun ist eine Firma aus seinem Umfeld – die DS Motoren GmbH – zahlungsunfähig. Das berichtet die „WirtschaftsWoche“.

Das Geschäftsmodell der DS Motoren GmbH aus Grünwald bei München beschreibt der Geschäftsbericht für 2023 so: Es gehe um Investitionen „in mobile Sachwerte, bestehend aus Fahrzeugen im Luxussegment“. Dabei handle es sich um streng limitierte Modelle von Herstellern wie Bugatti, Ferrari, Pagani, Koenigsegg, Mercedes und Porsche. Fahrzeuge mit Einzelwerten im Millionenbereich.

Die Insolvenz steht in engem Zusammenhang mit einem Verfahren gegen den früheren Formel-1-Fahrer Sutil. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft dem 42-Jährigen gemeinschaftlichen Betrug im besonders schweren Fall und gemeinschaftliche Unterschlagung vor. Sutil wurde Ende November festgenommen.

Luxusfahrzeuge sollen – so der Verdacht – mehrfach als Sicherheiten verwendet worden sein. Sutils Anwalt Dirk Schmitz erklärte, sein Mandant bestreite die Vorwürfe und arbeite mit den Ermittlungsbehörden zusammen. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Der ehemalige Rennfahrer argumentierte, es sei „kein wirtschaftlicher Schaden gegenüber Dritten entstanden“. Die Untersuchungshaft sei angeordnet worden, weil Sutil keinen Wohnsitz in Deutschland habe, sondern in Monaco. Zudem sei Sutil selbst „Opfer einer großen Vermögensstraftat im europäischen Umfeld“ geworden.

Die Vorwürfe gegen Sutil haben offenbar nun auch zur Insolvenz von DS Motoren geführt. „Das Geschäftsmodell der DS Motoren GmbH basierte auf dem Handel mit extrem seltenen Fahrzeugen mit Einzelwerten in Millionenhöhe“, sagte Insolvenzverwalter Alexander Zarzitzky. Finanziert worden sei das Geschäft über Banken und Leasinggesellschaften. Ziel war der gewinnbringende Wiederverkauf nach Wertsteigerung.

Sutils Name habe dabei Türen geöffnet – auch ohne offizielle Rolle im Unternehmen. „Adrian Sutil ist Vorstand der Liechtensteiner AS Motoren AG und damit der Muttergesellschaft der insolventen DS Motoren GmbH“, wird Zarzitzky von der „WirtschaftsWoche“ zitiert.

Der Geschäftsführer war ein externer Manager, der nach Sutils Festnahme den Insolvenzantrag stellte. Sutils Anwalt kritisierte das Vorgehen. Der Antrag sei unnötig gewesen. Man hätte sich mit Gläubigern auf ein „Stillhalteabkommen“ einigen und die Fahrzeuge nach und nach verkaufen können – ohne Verluste für die Gläubiger. Für die Muttergesellschaft sei eine solche Lösung weiterhin denkbar. Diese ist bislang nicht insolvent.

Wie es bei der DS Motoren GmbH weitergeht, hängt auch von der Aufarbeitung ab. „Zu meinen Aufgaben in den kommenden Monaten gehört es, die Eigentumsverhältnisse an den Fahrzeugen zu klären und die vertraglichen sowie finanziellen Strukturen belastbar aufzuarbeiten“, sagte Zarzitzky. Sollte ein Verfahren eröffnet werden, sei es dann die Aufgabe, „die Vermögenswerte der Schuldnerin bestmöglich zu verwerten“.

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