Risikokarte zeigt Spannungen
Diese Länder in Afrika sind sehr sicher
12.12.2025 – 07:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Die neue Risikokarte zeigt, wo sich Konflikte verschärfen – aber auch, in welchen Ländern der Welt sich die Sicherheitslage verbessert hat. Besonders eine Region sinkt besorgniserregend in den roten Bereich.
Das auf Frühwarnung spezialisierte Unternehmen A3M hat eine aktualisierte Weltkarte der Sicherheitsrisiken vorgestellt. Die neue „Risk Map 2026“ (zu Deutsch: Risikokarte) weist auf zahlreiche regionale Spannungen hin, aber auch auf Entspannung in einigen Konfliktzonen. Dabei sind sehr sichere Länder auf der Karte dunkelgrün und sichere hellgrün gekennzeichnet (insgesamt 106 Länder). Gefährlich ist es dort, wo die Farben orange und rot vorherrschen (insgesamt 74 Länder).
Am stärksten veränderte sich laut A3M im Vergleich zum Vorjahr die Lage im Nahen Osten und in Teilen Afrikas. In Israel und dem Westjordanland zeigt sich demnach eine leichte Verbesserung der Sicherheitslage. Trotz anhaltender Spannungen ist die Situation dort laut der neuen Analyse stabiler geworden. Auch im Iran wird eine bessere Sicherheitslage verzeichnet. Das Risiko einer Eskalation im Verhältnis mit Israel bleibt aber bestehen.
Wenig Anlass zur Entwarnung geben andere Regionen. Im Grenzgebiet zwischen Thailand und Kambodscha ist ein schwelender Konflikt erneut gewaltsam ausgebrochen. In Guinea-Bissau ist die Lage nach einem Militärputsch Ende November ebenfalls angespannt. Auch in Ecuador kam es zuletzt zu massiven Protesten gegen wirtschaftspolitische Maßnahmen – darunter die Streichung von Kraftstoffsubventionen.
In Südasien wurde der Konflikt zwischen Indien und Pakistan nach einem Terrorangriff mit einem Waffenstillstand vorläufig beendet. Doch auch hier bleibt das Risiko neuer Auseinandersetzungen bestehen. Auf Madagaskar hat ein Putsch im Oktober die Lage zunächst beruhigt.
In mehreren Ländern Afrikas bleibt die Situation kritisch: Mosambik leuchtet auf der Karte knallrot. Hier dauern gewaltsame Proteste an, auch wegen der umstrittenen Amtszeit des Präsidenten. Dschihadistische Gruppen verüben dort zunehmend Anschläge. In Tansania protestieren seit Oktober viele Menschen gegen die Regierung. Die Gewalt hat zwar abgenommen, die Lage bleibt aber instabil.
Positiv tun sich Botswana, Namibia und Mauritius hervor, deren hellgrüne Farbe anzeigt, dass die Länder „mit wenigen Einschränkungen bereist werden können“, so A3M. Politisch stabil kann es aber zu Reiseeinschränkungen durch beispielsweise Streiks, Tropenkrankheiten oder Naturgefahren kommen. „Reisende sollten sich anhand der Lagebeschreibungen und Verhaltenshinweise über eventuelle Risiken vor Ort informieren“, so die Macher der Risikokarte.
Auch in Südamerika hat sich die Sicherheitslage verschärft. In Venezuela droht eine gewaltsame Eskalation des Konflikts mit den USA über den Drogenhandel. Zudem gibt es Spannungen im Grenzgebiet zu Guyana, unter anderem wegen ungelöster Territorialfragen. A3M weist darauf hin, dass grenzüberschreitende Kriminalität in Südamerika nun in der Risk Map stärker berücksichtigt wird. Als sicher gelten auf dem Kontinent aber Chile, Uruguay und Argentinien.
