Nach einer rekordverdächtigen Hitzewelle im vergangenen Monat wurden in Südfrankreich fast 3.000 Menschen evakuiert und Wasserbombenhubschrauber zur Bekämpfung von Waldbränden eingesetzt, teilten Beamte am Donnerstag mit.

Touristen und Anwohner mussten umgesiedelt werden, nachdem in der Stadt Sainte-Marie-la-Mer ein Waldbrand ausbrach und sich auf Canet-en-Roussillon ausbreitete.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden fast 3.000 Menschen evakuiert, die Hälfte davon von drei Campingplätzen im betroffenen Gebiet.

Zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen, sagte Pierre Regnault de La Mothe, der oberste Regionalbeamte des südlichen Departements Pyrénées-Orientales.

Zweihundert Feuerwehrleute und vier Wasserbombenflugzeuge waren im Einsatz, um die Brände zu löschen.

„Wir mobilisieren ein großes Netzwerk von Freiwilligen“, sagte der Präfekt.

Feuerwehrleute kämpften „erbittert“, um die Ausbreitung der Flammen in einem Industriegebiet zu verhindern, fügte er hinzu.

Im Juni erlebte Frankreich eine rekordverdächtige Hitzewelle, die elf Tage andauerte und an vielen Orten zu Temperaturen über 40 °C führte.

Die außergewöhnliche Hitzewelle habe nicht nur „erhebliche Auswirkungen“ auf die menschliche Gesundheit, Ökosysteme, Landwirtschaft und Infrastruktur gehabt, sondern auch die Gefahr von Waldbränden erhöht, erklärte die Weltorganisation für Meteorologie letzte Woche.

Innenminister Laurent Nuñez sagte, seit Mittwoch seien 1.200 Feuerwehrleute zur Bekämpfung von Waldbränden mobilisiert worden.

„Die Wetterbedingungen bleiben besonders ungünstig“, sagte er in einem Beitrag auf X.

Die Wetteragentur Météo-France sagte, dass das Land nächste Woche eine neue Phase erhöhter Temperaturen heimsuchen werde, obwohl nicht mit extremen Temperaturen wie im Juni zu rechnen sei.

Pflanzen und Vegetation stehen unter starkem Wassermangel, was die Brandgefahr erhöht, während im Mittelmeerraum starke Winde wehen.

Einige französische Politiker haben die ihrer Meinung nach unzureichenden Maßnahmen der Behörden angeprangert, um Frankreich bei der Bewältigung der steigenden Temperaturen zu helfen, und die Grünen reichten am Donnerstag einen Misstrauensantrag gegen die Regierung ein.

Zusätzliche Quellen • AP, AFP

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