Gefährliche Strömung im Rhein

Kölner Ordnungsamt leitet etliche Verfahren wegen Badeverbot ein


24.06.2026 – 19:33 UhrLesedauer: 3 Min.

Einsatzkräfte der DLRG retten einen Mann bei einer Übung aus dem Rhein: In diesem Fall handelt es sich um einen ausgebildeten Rettungs- und Strömungsschwimmer. Alleine 2025 wurden 36 Menschen aus dem Rhein in Köln gerettet.

Einsatzkräfte der DLRG retten einen Mann bei einer Übung aus dem Rhein: In diesem Fall handelt es sich um einen ausgebildeten Rettungs- und Strömungsschwimmer. Alleine 2025 wurden 36 Menschen aus dem Rhein in Köln gerettet. (Quelle: Sebastian Hahn)

Bei der andauernden Hitzewelle kühlen sich viele Menschen am Rhein in Köln ab. Dabei vergessen viele Menschen nicht nur das Badeverbot, sondern auch die Lebensgefahr.

Köln leidet seit Tagen unter einer brutalen Hitzewelle, am Freitag könnte der Allzeit-Rekord für die Höchsttemperatur im Juni geknackt werden. Am Rhein in Rodenkirchen tummeln sich daher schon am frühen Nachmittag Dutzende Menschen, um ein wenig Abkühlung zu bekommen. Bis zu den Knöcheln dürfen sie dabei in den Rhein. Wer tiefer in den Fluss geht, begibt sich nicht nur in Lebensgefahr – sondern riskiert auch eine empfindliche Strafe.

Bis zu 1.000 Euro Bußgeld drohen durch das Kölner Ordnungsamt, wenn Personen beim Schwimmen im Rhein erwischt werden. Das Badeverbot gilt seit vergangenem Herbst. Erst jetzt, wo die Temperaturen anhaltend hoch sind, zeigt sich allerdings, ob es auch Wirkung zeigt. Alleine 2026 hat die Stadt Köln 31 Bußgeldverfahren eingeleitet, hinzu kommen 50 bis 100 Sensibilisierungsgespräche pro Einsatz.

Badeverbot im Rhein: Kölner Ordnungsamt leitet 31 Verfahren ein

Bei einem Termin am Rodenkirchener Rheinufer wollen Ordnungsamt, Feuerwehr und DLRG über die Gefahren aufklären. Extra ausgebildete Strömungsschwimmer der DLRG begeben sich dabei in den Rhein, ihre Kollegen sollen sie wenig später wieder herausziehen. All das ist mit mehreren Rettungsbooten abgesichert. Obwohl die Schwimmer extra für solche Situationen ausgebildet sind, zeigt sich bereits nach wenigen Sekunden: Gegen die Strömung des Rheins kommt niemand an.

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Der Strömungsschwimmer trägt zudem eine Weste, um nicht unterzugehen. Kian Shahbodaghi von der DLRG Köln erklärt: „Selbst geübte Schwimmer haben normalerweise keine Chance gegen die Strömung. Wenn man in den Rhein gerät, sollte man auf keinen Fall versuchen, dagegen anzuschwimmen.“ Außerdem rät er: Im Ernstfall die Füße stromabwärts auszurichten und zu versuchen, den Körper in einen 45-Grad-Winkel zu bringen. „Wenn man Glück hat, schafft man es so zurück zum Ufer.“

Strömung lebensgefährlich: Fünfstellige Rechnung für Rheinschwimmer droht

Das klappt allerdings nur in den seltensten Fällen. 36 Mal konnten Feuerwehr und DLRG einen Einsatz am Rhein erfolgreich beenden. „Das waren überwiegend Menschen, aber auch ein oder zwei Hunde waren dabei“, erklärt Feuerwehr-Pressesprecher Ulrich Laschet. Auch für Tiere, die im Wasser spielen, kann die Strömung schnell gefährlich werden.

Kontrolle am Kölner Rheinufer: Dieser Mann wurde beim Baden im Fluss erwischt. Ihm droht ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. (Quelle: Sebastian Hahn)
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