Gefährlicher Sicherheitsmangel entdeckt

VW warnt vor diesen Autos


09.10.2026 – 11:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Schon wieder ein Rückruf: Tausende Autos des VW-Konzerns müssen in die Werkstatt. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)

Falsch befestigte Sicherheitsgurte zwingen den VW-Konzern zu einer weltweiten Rückrufaktion. Im Ernstfall droht Verletzungsgefahr.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldet Sicherheitsmängel bei drei aktuellen Modellen des Volkswagen-Konzerns. Betroffen sind der VW ID. Polo sowie die Cupra-Typen Terramar und Raval. Bei einem Unfall drohen Risiken, weil vordere Gurte ab Werk unzureichend befestigt wurden.

Die Schwachstellen im Detail

Der Fehler sitzt bei den Modellen an unterschiedlichen Stellen:

  • VW ID. Polo: Hier ist der Gurt auf der Beifahrerseite möglicherweise nicht korrekt befestigt. Bei der Montage wurde der Gurt an der Mittelsäule (B-Säule) eventuell nicht richtig festgeschraubt. Das KBA warnt vor einer stark eingeschränkten Schutzwirkung.
  • Cupra Terramar und Raval: Bei den beiden Cupra-Modellen betrifft der Fehler den unteren Verankerungspunkt. Die Gurte für Fahrer und Beifahrer sind möglicherweise mangelhaft am Fahrzeugboden fixiert.

Stückzahlen und Baujahre

Das KBA führt die Verfahren unter getrennten Nummern. Beim VW ID. Polo sind weltweit 1.109 Autos betroffen, die zwischen dem 21. Juli und dem 2. September 2026 vom Band liefen. In Deutschland sind 239 Fahrzeuge betroffen. Der Herstellercode lautet 69G1, die KBA-Referenznummer 17099R.

Gerade erst gestartet: Für den VW ID. Polo gibt es schon den ersten Rückruf. (Quelle: Volkswagen)

Bei den Modellen Cupra Terramar und Raval geht es weltweit um 10.151 Fahrzeuge, davon 1.936 in Deutschland. Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen dem 7. Juni 2025 und dem 3. September 2026 produziert. Der Aktionscode lautet 69C8, die KBA-Referenznummer 17072R.

Was Halter jetzt tun sollten

Der reine Bauzeitraum ist jedoch nicht das ausschließliche Kriterium dafür, dass der Wagen in die Werkstatt muss. Gewissheit bringt nur ein Abgleich der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) beim Hersteller oder in einer Vertragswerkstatt. Die Betriebe prüfen die Befestigungspunkte der Gurte und tauschen defekte Teile aus. Die Arbeiten im Rahmen dieser offiziellen Maßnahme sind für die Besitzer kostenlos.

Für die Abwicklung sollten Kunden die Codes 69G1 (VW) oder 69C8 (Cupra) bereithalten. Berichte über Verletzte oder Schäden liegen bislang nicht vor.

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