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Finanzen

Immer mehr Städte kassieren Bettensteuer

wochentlich.deBy wochentlich.de28 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Immer mehr Städte kassieren Bettensteuer
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Exklusive Auswertung

Immer mehr Städte kassieren diese Steuer


28.06.2026 – 09:24 UhrLesedauer: 3 Min.

Ob Urlaub oder Geschäftsreise: Viele deutsche Städte verlangen für Übernachtungen eine zusätzliche Abgabe.Vergrößern des Bildes

Ob Urlaub oder Geschäftsreise: Viele deutsche Städte verlangen für Übernachtungen eine zusätzliche Abgabe. (Quelle: FG Trade Latin/getty-images-bilder)

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Hotelübernachtungen werden vielerorts teurer. Mehr als ein Viertel der 200 größten Städte verlangt inzwischen eine Bettensteuer. Wie viel Geld extra das ausmacht.

Wer in Deutschland im Hotel übernachtet, muss inzwischen oft zusätzlich zur Rechnung eine kommunale Bettensteuer zahlen. Nach einer Auswertung des Bundes der Steuerzahler (BdSt), die t-online exklusiv vorliegt, erheben inzwischen 59 der 200 größten Städte eine solche Abgabe. Im vergangenen Jahr waren es noch 42.

Zu den Städten, die die Bettensteuer neu eingeführt haben, gehören unter anderem die Landeshauptstädte Kiel, Mainz, Saarbrücken und Stuttgart. Damit setzt sich ein Trend fort, den der Steuerzahlerbund kritisch sieht.

  • Von 30 bis 2.000 Euro: Diese Stadt verlangt die höchsten Terrassengebühren
  • Grundsteuer, Hundesteuer, Parkgebühr: Hier zahlen Bürger am meisten

Was ist die Bettensteuer?

Die Bettensteuer – je nach Stadt auch Übernachtungssteuer, Beherbergungssteuer oder Kultur- und Tourismustaxe genannt – wird zusätzlich zum Übernachtungspreis fällig. Anders als die Kurtaxe ist sie nicht zweckgebunden. Das Geld fließt in den allgemeinen Haushalt der Kommune und kann beispielsweise auch für andere Zwecke verwendet werden.

Wie hoch die Abgabe ausfällt, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Manche Kommunen verlangen einen festen Betrag pro Übernachtung, andere einen prozentualen Aufschlag auf den Zimmerpreis.

Hier ist die Bettensteuer besonders hoch

Den höchsten prozentualen Satz verlangen derzeit Flensburg, Dortmund, Berlin und Potsdam mit jeweils 7,5 Prozent. Bonn und Schwerin erheben sieben Prozent, Dresden sechs Prozent.

Andere Städte setzen auf Pauschalen. In Karlsruhe werden vier Euro pro Person und Nacht fällig, in Heidelberg und Offenburg jeweils 3,50 Euro. Düsseldorf, Stuttgart und Greifswald verlangen drei Euro pro Übernachtung.

  • Tabus: Diese Dinge dürfen Sie auf Ihrem Hotelzimmer nicht tun

Hamburg, Hannover, Mainz und Gera wiederum haben gestaffelte Modelle eingeführt. Dort richtet sich die Höhe der Abgabe nach dem Zimmerpreis. So berechnet Hamburg beispielsweise bei einem Nettoentgelt zwischen 50 Euro und 100 Euro je Gast 2,40 Euro pro Übernachtung als „Kultur- und Tourismustaxe“. In Hannover liegt man in der gleichen Übernachtungspreisklasse bei einer „Beherbergungssteuer“ von vier Euro.

Auch Geschäftsreisende müssen häufig zahlen

Lange waren beruflich veranlasste Übernachtungen in vielen Städten von der Bettensteuer ausgenommen. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Nachdem das Bundesverfassungsgericht 2022 die Besteuerung von Geschäftsreisen grundsätzlich für zulässig erklärt hatte, strichen zahlreiche Kommunen diese Ausnahmen. Weiterhin befreit sind in der Regel Minderjährige, Klassenfahrten oder medizinisch bedingte Aufenthalte.

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