Große Kritik in Deutschland
Gündoğan verteidigt Sané: „Die Leute verstehen ihn nicht“
20.06.2026 – 18:33 UhrLesedauer: 1 Min.
İlkay Gündoğan nimmt seinen Mitspieler Leroy Sané öffentlich in Schutz – und erklärt, warum der Flügelstürmer in Deutschland so oft missverstanden wird.
In einer Kolumne für den Spiegel hat sich der frühere DFB-Kapitän İlkay Gündoğan hinter seinen Nationalmannschaftskollegen Leroy Sané gestellt. Der 35-Jährige schreibt, Sané werde in Deutschland missverstanden – und nennt einen persönlichen Grund dafür.
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Beide spielten gemeinsam bei Manchester City, heute laufen sie für Galatasaray Istanbul auf. Gündoğan schreibt: „Ich kann also behaupten, dass ich ihn wirklich gut kenne. Und deshalb macht das etwas mit mir, wenn ich erlebe, wie kritisch er in Deutschland oft gesehen wird.“
„Leroy war schon immer schüchtern“
Gündoğan beschreibt Sané als „auch charakterlich“ top und führt aus: „Das klingt jetzt vielleicht paradox, weil er manchmal nicht so rüberkommt. Aber Leroy war schon damals schüchtern und ist es bis heute geblieben. Wenn er Menschen nicht so gut kennt, ist er sehr vorsichtig.“ In Deutschland habe Sané nie die Anerkennung bekommen, die er verdient.
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Gündoğan sieht darin auch sportliche Folgen. Sané habe „oft das Gefühl, dass die Leute nur darauf warten, dass er etwas falsch macht. Ich merke, dass er mental nicht immer so frei ist, wie er es für sein assoziatives Spiel bräuchte.“ Gündoğan weiter: „Wenn ständig die Angst mitspielt, dass nach dem ersten Fehler im Spiel sofort wieder Kritik aufkommt: Wie soll Leroy da dauerhaft funktionieren? Hier sind wir alle mehr gefordert, ihn mehr zu unterstützen.“
Im Nationaltrikot wartet der Flügelstürmer nach 13 Turnierspielen noch auf seinen ersten Treffer.
