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Finanzen

IKK gesund plus und IKK Berlin besiegeln Fusion: Was für Versicherte folgt

wochentlich.deBy wochentlich.de3 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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IKK gesund plus und IKK Berlin besiegeln Fusion: Was für Versicherte folgt
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Zusammenschluss schon im Oktober

Zwei Krankenkassen besiegeln Fusion


03.07.2026 – 17:30 UhrLesedauer: 2 Min.

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Gesundheitskarte der IKK: Zwei Innungskrankenkassen haben nun ihre Fusion beschlossen. (Quelle: IMAGO / Wolfilser/imago)

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Ursprünglich für Anfang 2027 geplant, wollen IKK gesund plus und IKK Brandenburg und Berlin schon im Oktober fusionieren. Auch der Zusatzbeitrag soll sinken, zumindest für einige der Versicherten.

Nun geht es schneller als gedacht: Die Verwaltungsräte der beiden Krankenkassen IKK gesund plus und IKK Brandenburg und Berlin (IKK BB) haben sich auf eine Fusion der beiden Kassen geeinigt. Vollzogen werden soll diese bereits im Oktober dieses Jahres – ursprünglich war von einer Fusion zum Anfang des kommenden Jahres die Rede gewesen. Sofern das Bundesamt für Soziale Sicherung seine Zustimmung gibt, entsteht durch den Zusammenschluss eine Krankenkasse, die zu den 25 größten hierzulande gehören wird.

Die IKK gesund plus kommt nach eigenen Angaben auf 425.000 Versicherte, die IKK BB auf 211.000. Nach der Fusion wollen beide Kassen unter dem Namen „IKK gesund plus“ firmieren. Die neue Krankenkasse soll Versicherten aus ganz Deutschland offen stehen.

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„Der Zusammenschluss erfolgt aus einer Position der wirtschaftlichen Stärke, um als strategisches Schutzschild für die Beitragszahler zu agieren“, teilen die Kassen mit. Mit der Fusion reagiere man frühzeitig auf den enormen Investitionsbedarf in den Bereichen Digitalisierung, Versorgung und Fachkräftesicherung. Betriebsbedingte Kündigungen schlossen die beiden Kassen aus. Auch die regionalen Geschäftsstellen, die sich vorrangig in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bremen befinden, sollen erhalten bleiben.

Zusatzbeitrag soll bei 3,39 Prozent liegen

Geplant ist, dass die fusionierte Kasse mit einem Zusatzbeitrag von 3,39 Prozent an den Start gehen soll. Dies würde für die Versicherten der IKK BB eine deutliche Senkung bedeuten – derzeit liegt der Zusatzbeitrag bei der kleineren der beiden Krankenkassen bei 4,35 Prozent. Im Vergleich mit allen anderen Krankenkassen fällt ein Zusatzbeitrag von 3,39 Prozent jedoch immer noch hoch aus. So liegt der Zusatzbeitrag der bundesweit geöffneten TUI BKK bei 2,5 Prozent. Regional geöffnete Kassen, wie die BKK Firmus (2,18 Prozent), liegen teils noch darunter.

Hans-Jürgen Müller, Vorsitzender des Verwaltungsrates bei der IKK gesund plus, verkündete, dass dies nicht die letzte Fusion im IKK-System bleiben werde. Gleichzeitig sprachen sich die Verantwortlichen gegen staatlich verordnete Zusammenschlüsse aus. Zuletzt waren aus der Politik immer wieder Stimmen laut geworden, die Zahl der derzeit 93 Krankenkassen deutlich zu reduzieren. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sprach sich dafür aus, deren Zahl auf zehn bis 20 zu reduzieren.

Neben dem Zusammenschluss der beiden Innungskrankenkassen ist auch noch eine Fusion der mkk mit der BKK Pfalz geplant. Eine ebenfalls anvisierte Vereinigung von Salus BKK und BIG direkt gesund wurde hingegen abgesagt.

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