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Politik

Ifo-Chef Wuest warnt Merz – und fordert „etwas wie eine Kriegswirtschaft“

wochentlich.deBy wochentlich.de26 Dezember 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Ifo-Chef Wuest warnt Merz – und fordert „etwas wie eine Kriegswirtschaft“
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Wirtschaftsexperte attackiert Merz

„Das wird auf Dauer nicht gut gehen“


26.12.2025 – 18:01 UhrLesedauer: 2 Min.

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Clemens Fuest: Er fordert von der Bundesregierung entschlossenes Handeln. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago)

Ifo-Chef Clemens Fuest übt scharfe Kritik an Kanzler Merz und dessen Wirtschaftspolitik. Die drohende „Dauerstagnation“ erfordere mutigere Entscheidungen.

Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz für ihre wirtschaftspolitische Linie deutlich kritisiert. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ warf Fuest der Regierung vor, schwierige Entscheidungen zu meiden und stattdessen auf kurzfristige Lösungen mit Geld zu setzen.

„Leider wird alles, was schwierig ist, auf die lange Bank geschoben. Das wird auf Dauer nicht gut gehen“, sagte Fuest. Der Kanzler gehe den großen Herausforderungen in der Wirtschaftspolitik bislang aus dem Weg. „Alles mit Geld zuschütten, dafür braucht es nicht viel Mut“, so der Ökonom weiter.

Fuest äußerte zudem grundsätzliche Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Er warnte vor einer Phase der „Dauerstagnation“: „Es gibt keine Garantie für eine Rückkehr zum Wachstum.“ Als besonders problematisch nannte er die Rentenpolitik sowie mögliche Steuer- und Abgabenerhöhungen, die die Lage für den privaten Sektor weiter verschärfen könnten.

Angesichts globaler sicherheitspolitischer Risiken forderte Fuest ein Umdenken. Deutschland müsse schneller und entschlossener auf Bedrohungen reagieren. „Wir brauchen so etwas wie eine Kriegswirtschaft in Deutschland“, sagte er. „Jetzt müssen wir eben jene Dinge produzieren, die lange unerwünscht waren. Wir müssen umdenken, und zwar schnell.“

Dabei verwies Fuest auf Deutschlands historisch gewachsene pazifistische Haltung. Diese sei verständlich, habe aber Grenzen: „Pazifismus kann man sich nur dann leisten, wenn man nicht angegriffen wird.“

Mit Blick auf aktuelle Haushaltsdebatten kritisierte Fuest das politische Versprechen umfangreicher sozialer Leistungen trotz angespannter Lage. „Das ist Realitätsverweigerung“, sagte er. Die Bürgerinnen und Bürger müssten sich darauf einstellen, dass der Staat sie nicht mehr in gewohntem Maße vor allen Risiken abschirmen könne.

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