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Ich war von Anfang an Außenseiter

wochentlich.deBy wochentlich.de18 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Ich war von Anfang an Außenseiter
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FDP-Mann Höne

„Ich war von Anfang an Außenseiter“


Aktualisiert am 18.05.2026 – 11:28 UhrLesedauer: 2 Min.

FDP-Landeschef Höne kandidiert für BundesvorsitzVergrößern des Bildes

Will jetzt doch nicht mehr FDP-Chef werden: Henning Höne hat seine Kandidatur für den Vorsitz der Liberalen zurückgezogen. (Quelle: Christoph Reichwein/dpa/dpa-bilder)

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Doch kein Showdown auf dem FDP-Parteitag: Nachdem Henning Höne seine Kandidatur für den Bundesvorsitz zurückgezogen hat, erklärt er nun seine Beweggründe.

Nach seinem Rückzieher für die Kandidatur zum FDP-Bundesvorsitz ruft der NRW-Landeschef der Liberalen, Henning Höne, seine Partei zur Geschlossenheit auf. „Wir haben jetzt die Chance, zusammenzuführen“, sagte Höne am Montag vor Journalisten. „Das Comeback ist eine Aufgabe, die nur mit der gesamten Partei gelingen kann.“

Höne hatte am Freitag in einem „FAZ“-Doppelinterview mit Wolfgang Kubicki erklärt, dass er auf dem Parteitag Ende Mai nicht für den Posten des Bundesvorsitzenden der FDP kandidieren will. Damit tritt Kubicki als einziger aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Christian Dürr an. Höne will demnach erster Stellvertreter von Kubicki werden, auch um sich stärker auf die NRW-Landtagswahl im kommenden Jahr zu konzentrieren.

Kurz zuvor hatte Höne noch ausgeschlossen, den innerparteilichen Wettstreit um den Parteivorsitz vorab zu beenden. Im t-online-Interview sagte er am vorvergangenen Wochenende noch: „Ich habe nicht vor, dieses Rennen abzubrechen. Meine Kandidatur habe ich mir wohl überlegt. Voraussetzung war nicht, dass es keinen Gegenkandidaten gibt. Wir führen jetzt einen fairen Wettstreit um die künftige Aufstellung der FDP. Und am Ende entscheidet der Parteitag über den Neustart der FDP.“

„Das hätte sich noch einmal zugespitzt“

Im Nachgang zu seinem Doppelinterview mit Kubicki vom Freitag sagte Höne nun am Montag: „Ich war sicherlich von Anfang an Außenseiter.“ Zwar sei es keine ausgemachte Sache gewesen, dass er die Wahl gegen Kubicki mit großem Abstand verloren hätte. Allerdings sei ihm in der vergangenen Woche klar geworden, wie sehr der Wettstreit die Partei auseinandergetrieben habe. „In den nächsten zwei Wochen hätte sich das noch einmal zugespitzt“, sagte er.

Die FDP steckt seit mehr als einem Jahr in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünfprozenthürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in sechs der 16 Landesparlamente. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken.

Daraufhin trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai in Berlin erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete.

Einen kleinen ersten Erfolg kann sich Kubicki bereits auf die Fahnen schreiben: Seitdem er in das Rennen um den Parteivorsitz eingestiegen ist, ging es für die FDP in den Meinungsumfragen wieder aufwärts. Dort rangiert sie im Moment bei drei bis vier Prozent. Zuvor war die FDP in den Umfragen lange Zeit gar nicht mehr einzeln gelistet worden, weil sie die Drei-Prozent-Marke nicht mehr erreichte.

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