Bahnverkehr in Bayern
Stellwerkschaden legt ICE-Strecke Nürnberg–München lahm
Aktualisiert am 08.09.2026 – 13:37 UhrLesedauer: 1 Min.
Seit dem Morgen ging auf der Schnelltrasse nach Ingolstadt nichts mehr. Nun rollt der Zugverkehr langsam wieder an. Mit Verspätungen ist trotzdem noch zu rechnen.
Ein defektes Stellwerk hat am Dienstag den Bahnverkehr zwischen Nürnberg und München über viele Stunden hinweg nahezu zum Erliegen gebracht. Das teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Website mit. ICE-Züge und Regionalzüge mussten „an geeigneten Stellen vorübergehend“ warten, weil ein Abschnitt der Strecke zwischen Nürnberg und Feucht nicht befahren werden konnte.
Das Stellwerk in Fischbach bei Nürnberg konnte seit 9 Uhr morgens nicht mehr bedient werden. Der Streckenabschnitt zwischen Nürnberg und Feucht sei deshalb gesperrt worden, teilte die Bahn mit. Bei Feucht beginnt die Schnelltrasse nach Ingolstadt, auf der ICE-Züge und die Regionalexpress-Linie 1 normalerweise am schnellsten von Nürnberg nach München fahren. I
Die Störung hatte massive Auswirkungen auf den Fernverkehr. Es kam zu Ausfällen, Teilausfällen und Verspätungen von bis zu 40 Minuten. Ein Teil der ICE-Züge wurde über Treuchtlingen und Augsburg umgeleitet, sagte ein Bahnsprecher. Das dauerte etwa eine halbe Stunde länger. ICE-Verbindungen aus Wien in Richtung Dortmund wurden von Regensburg nach München umgeleitet.
Fernverkehr stark eingeschränkt: Was war die Ursache?
Seit dem frühen Nachmittag rolle der Verkehr auf dem Streckenabschnitt langsam wieder an. Fahrgäste müssten dennoch weiterhin vereinzelt mit verspäteten Zügen und Ausfällen wegen der Störung rechnen, heißt es.
Die Ursache für den Defekt blieb auf Nachfrage bei der Bahn weiterhin unklar. „Eine Prognose liegt uns leider noch nicht vor“, sagte ein Bahnsprecher.