Lebensgefahr bei Evakuierung

Hunderte Fahrgäste sitzen bei Hitze stundenlang im ICE fest

02.05.2026 – 07:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein ICE der Deutschen Bahn (Symbolbild): Mehrere Menschen klagten über gesundheitliche Probleme. (Quelle: IMAGO/Ardan FUESSMANN/imago)

Ein ICE auf dem Weg nach München prallt gegen eine gerissene Oberleitung. Hunderte Reisende sitzen stundenlang fest – am Ende geht es zurück nach Hamburg.

Bei Bardowick nahe Lüneburg ist am Freitagmittag ein ICE auf dem Weg nach München gegen eine beschädigte Oberleitung gefahren und liegen geblieben. Rund 460 Fahrgäste saßen mehrere Stunden in dem Zug fest. Am späten Nachmittag wurden sie auf freier Strecke in einen anderen Zug gebracht – der am frühen Abend jedoch zurück nach Hamburg fuhr.

Die Evakuierung erfolgte über Verbindungsstege zwischen den Zügen. Dabei mussten Einsatzkräfte besonders vorsichtig vorgehen: In der Oberleitung liegen rund 15.000 Volt Spannung, es bestand Lebensgefahr, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Im stehenden Zug wurde es durch die Sonne zunehmend heiß. Sieben Menschen klagten laut Bundespolizei über Kreislaufprobleme und wurden medizinisch betreut. Eine Person kam vorsorglich ins Krankenhaus.

Der Vorfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin. Fernzüge wurden über Hannover umgeleitet, wodurch sich die Fahrzeiten deutlich verlängerten.

Auch im Regionalverkehr kam es zu Problemen: Auf der Strecke Hamburg–Lüneburg–Uelzen waren die Metronom-Linien RE3 und RB31 von massiven Verspätungen und Teilausfällen betroffen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

Am Freitagabend war die Strecke laut Metronom wieder befahrbar. Die Ursache für den Oberleitungsschaden ist bislang unklar. Zusätzlich sorgte eine Weichenstörung in Winsen (Luhe) für teils erhebliche Verspätungen im Verkehr zwischen Hamburg und Lüneburg.

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