Nach Horror-Verletzung gegen BVB
„Trifft uns hart“: 1. FC Köln verkündet Hübers-Diagnose
26.10.2025 – 13:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Der 1. FC Köln muss wie erwartet monatelang auf Timo Hübers verzichten. Der Innenverteidiger wird bereits am Montag operiert.
„Wir hoffen, dass es einigermaßen glimpflich ausgeht, aber es sieht sehr, sehr bescheiden aus.“ Lukas Kwasniok hatte am Samstagabend noch auf ein kleines Wunder gehofft – auf eine Verletzung, die Timo Hübers nicht monatelang zum Zuschauen zwingt. Wirklich an eine Entwarnung geglaubt hatten die Verantwortlichen des 1. FC Köln nach der bitteren 0:1-Niederlage bei Borussia Dortmund aber nicht. Und die Befürchtungen wurden bestätigt.
Am Sonntagmittag gab der FC bekannt, dass sich Hübers wie erwartet „eine schwere Knieverletzung“ zugezogen hat. Eine genauere Diagnose veröffentlichten die Geißböcke zwar nicht, doch es ist davon auszugehen, dass dem 29-Jährigen das Saison-Aus droht. Bereits am Montag soll Hübers von Mannschaftsarzt Dr. Peter Schäferhoff – ein Kniespezialist – operiert werden.
Hübers hatte sich im Dortmunder Signal-Iduna-Park in der 82. Spielminute bei einem Zweikampf mit Serhou Guirassy unglücklich das Knie verdreht, war sofort schreiend zu Boden gegangen. Die TV-Bilder ließen erahnen, dass seine Kniescheibe herausgesprungen und luxiert war. Hübers weinte vor Schmerzen, seine Mitspieler konnten kaum hinsehen.
Nach Abpfiff wurde der Innenverteidiger per Krankenwagen aus dem Dortmunder Stadion in die Kölner MediaPark-Klinik gefahren. Dort verbrachte Hübers die Nacht und wurde im Laufe des Sonntags von den FC-Mannschaftsärzten eingehend untersucht. Mit einem niederschmetternden Ergebnis.
FC-Sportdirektor Thomas Kessler erklärte: „Schon in der Situation selbst war zu sehen, dass es für Timo nichts Gutes bedeutet. Die Diagnose trifft uns alle hart, vor allem ihn selbst“. Kessler schiebt aber kämpferisch nach: „Er hat sich in jungen Jahren schon zweimal nach schweren Verletzungen zurück auf den Platz gekämpft – und wir sind sicher, dass er auch dieses Mal seinen Weg gehen wird.“
Bei seinem Ex-Verein Hannover 96 hatte sich Hübers zweimal das Kreuzband gerissen – 2016 im rechten Knie, 2018 im linken. Nun ist erneut die rechte Seite lädiert, wobei unklar bleibt, welche Bänder diesmal betroffen sind. Kessler sagt: „Timo verfügt über eine große innere Stärke und eine bemerkenswerte Mentalität, die ihn durch diese Phasen bringen wird. Wir als FC-Familie stehen eng an seiner Seite, unterstützen ihn auf jedem Schritt und wünschen ihm viel Kraft sowie eine schnellstmögliche Genesung.“
Was die Situation noch bitterer macht: Hübers‘ Vertrag läuft zum Saisonende aus. Die Verletzung macht es ihm quasi unmöglich, sich für ein neues Arbeitspapier zu empfehlen. Es gilt allerdings als wahrscheinlich, dass die Verantwortlichen um Kessler den auslaufenden Kontrakt dennoch verlängern werden – damit Leistungsträger Hübers in Köln wieder zu seiner noch am Samstagabend in Dortmund demonstrierten Stärke finden kann.
Noch vor einer Woche hatte der Abwehrspieler erklärt, er könne sich eine Verlängerung in Köln „sehr gut vorstellen“. Der gebürtige Hildesheimer spielt seit 2021 für den FC, war nahezu durchweg Stammspieler. In der vergangenen Saison hatten die Geißböcke den auslaufenden Vertrag von Luca Kilian verlängert, nachdem sich dieser erneut das Kreuzband gerissen hatte. Während bei Kilian sogar noch ein dritter Kreuzbandriss folgte, hofft man bei Hübers auf keine weiteren Hiobsbotschaften.
