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You are at:Home»Lifestyle»Hitzewelle in Italien: Parmesan-Produktion gefährdet?
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Hitzewelle in Italien: Parmesan-Produktion gefährdet?

wochentlich.deBy wochentlich.de17 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Italienische Hitzewelle

Droht bei Parmigiano Reggiano eine Krise?


17.08.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 0826311411Vergrößern des Bildes

Parmigiano Reggiano: Die Qualität wird stets überprüft. (Quelle: IMAGO/Alberto Lingria/imago)

Hitzewellen in Italien treffen auch die Milchviehbetriebe, die den Parmigiano Reggiano möglich machen. Was bedeutet das für die Käseproduktion?

Die Hitzewelle betrifft nicht nur Deutschland, Frankreich und Spanien. Auch in Italien liegen die Temperaturen mehrere Wochen deutlich über 30 Grad Celsius. Und das könnte sich nun auf den weltberühmten Parmigiano Reggiano auswirken, erklärte Nicola Bertinelli, Präsident des Parmigiano-Reggiano-Konsortiums, der Nachrichtenagentur Reuters. Denn bei Temperaturen über 40 Grad Celsius geben Kühe weniger Milch, die zudem von geringerer Qualität ist.

Der Unterschied: Parmigiano Reggiano und Grana Padano

Parmigiano Reggiano wird ausschließlich in den Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena sowie Teilen von Bologna und Mantua hergestellt. Die Kühe stammen ebenfalls nur aus der Region und werden mit Gras und Heu gefüttert. Der Käse reift mindestens 12 Monate.
Grana Padano stammt aus der gesamten Po-Ebene. Er reift mindestens neun Monate.
Wichtig: Die geschützte Ursprungsbezeichnung (DOP) garantiert, dass der Hartkäse aus der entsprechenden Region stammt und nach traditionellen Methoden produziert wird.

Bedeutet das, dass es in sechs bis 12 Monaten – der üblichen Reifezeit der Käsespezialität – weniger oder schlechteren Parmigiano Reggiano gibt? t-online hat nachgefragt.

Hälfte der Ställe klimatisiert

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Auf Nachfrage von t-online gibt Benedetto Colli, Pressesprecher beim Consorzio del Formaggio Parmigiano Reggiano, Entwarnung: „Die Produktion von Parmigiano Reggiano ist derzeit nicht gefährdet.“ Es werde keine Produktknappheit aufgrund der Hitzewellen geben.

Die Hälfte der Ställe, die 70 Prozent der für die DOP bestimmten Milch produzieren, ist ihm zufolge mit fortschrittlichen Kühlsystemen ausgestattet – Ventilatoren und elektronische Steuerzentralen, die das Verhältnis zwischen Temperatur und Luftfeuchtigkeit ständig überwachen und sich bei Bedarf automatisch aktivieren. Die restliche Milch stammt aus Ställen, die sich in Hügel- und Bergregionen befinden, wo die Sommertemperaturen in der Regel milder sind. Zudem gibt es dort auch eine natürliche Belüftung. Die Tiere erleiden also von Grund auf weniger thermischen Stress, erklärt der Experte.

Doch diese Anlagen verbrauchen viel Strom, und diesen müssen die Betriebe finanzieren. Steigen also in sechs bis 12 Monaten die Preise für Parmesan?

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Preissprung um fast 4 Euro

Laut Colli ist auch damit nicht zu rechnen. Die Produktion von Parmigiano Reggiano und somit das Angebot sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, während der Ursprungspreis historisch hoch geblieben ist. Das sorgt dafür, dass die Preise nicht stark schwanken und der Markt stabil bleibt. Darüber hinaus gab es bereits zwischen Anfang 2024 und Mitte 2025 einen deutlichen Preisanstieg: „Der Preis für 24 Monate gereiften Käse stieg von durchschnittlich 11,94 Euro pro Kilogramm im Jahr 2023 auf 15,84 Euro pro Kilogramm im Jahr 2025.“ Der Preis wird daher zumindest in den nächsten Tagen nicht weiter ansteigen.

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