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Finanzen

Hitze lässt Strompreise auf über 600 Euro klettern – Hitzewelle in Europa

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Hitze lässt Strompreise auf über 600 Euro klettern – Hitzewelle in Europa
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AKW fahren herunter

Strompreis klettert durch Hitze fast auf Rekordwerte


23.06.2026 – 16:02 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 0859818520Vergrößern des Bildes

Rekordhitze in Europa: Durch die Hitzewelle in Europa steigen auch die Strompreise an der Börse. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber/imago)

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Wegen der Hitze und der starken Sonneneinstrahlung spielen die Strompreise an der Börse verrückt. In Frankreich müssen erste Atomkraftwerke abgeschaltet werden.

Schon an den sonnigen Feiertagen im Mai hatten die Börsenstrompreise in Deutschland Schlagzeilen gemacht: Aufgrund der enorm hohen Solareinspeisung waren am 1. Mai 2026 die Strompreise in den Mittagsstunden auf –600 Euro/Megawattstunde (MWh) gefallen – das ist der tiefste Wert, der technisch überhaupt möglich ist. Hintergrund war die fehlende Nachfrage am Feiertag und die unkontrollierte Solareinspeisung vor allem durch private PV-Anlagen.

Jetzt geht es in die umgekehrte Richtung: Schon am Wochenende waren die Börsenstrompreise auf über 500 Euro/MWh gestiegen. Und am Dienstag- und Mittwochabend wird es noch steilere Anstiege geben: Der erwartete Strompreis liegt bei über 600 bzw. 700 Euro/MWh in den nächsten zwei Tagen.

Zum Vergleich: Vor zwei Wochen, als die Temperaturen noch moderat waren, lagen die Strompreisspitzen abends und frühmorgens bei höchstens 250 Euro/MWh. Einer der höchsten Strompreise, die es jemals an der Börse gab, war während einer besonders langen Dunkelflaute im November 2024. Damals kletterten die Börsenstrompreise auf 936 Euro/MWh.

Hitzewelle treibt Stromnachfrage in die Höhe

Hintergrund ist die Hitzewelle in Europa: Durch die Hitze wird mehr Strom für Klimaanlagen und die Kühlung insbesondere von Rechenzentren benötigt, sodass dieser vor allem in den Abendstunden sehr teuer werden kann. Tagsüber kann die erhöhte Nachfrage noch von der Solarenergie gedeckt werden. Sobald die Sonne jedoch untergeht, müssen herkömmliche Kraftwerke anspringen, um die Stromnachfrage zu decken.

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Hinzu kommt noch die Abschaltung und Drosselung von Atomkraftwerken in Frankreich und der Schweiz. Angesichts der extremen Temperaturen fuhr der staatliche Stromkonzern EDF das Kernkraftwerk Golfech im Süden des Landes in der Nacht zu Dienstag herunter. Für drei weitere Kraftwerke kündigte EDF ebenfalls Einschränkungen des Betriebs an. Auch in der Schweiz werden Atomkraftwerke gedrosselt: Wie der „Tagesanzeiger“ berichtet, muss etwa das AKW Beznau seine Leistung für mindestens zwei Tage halbieren.

Grund dafür sei die gestiegene Wassertemperatur in den Flüssen, aus denen das Kühlwasser für die Kraftwerke entnommen wird. Verhindert werden soll, dass durch das Wiedereinleiten des aufgeheizten Kühlwassers die Temperatur in den Flüssen über festgelegte Grenzwerte ansteigt.

Höhere Strompreise treffen Verbraucher mit dynamischem Tarif

Nach Angaben von EDF haben die Drosselungen einen zu vernachlässigenden Effekt auf die Stromproduktion. Das mag auf das Gesamtjahr betrachtet richtig sein – doch in der Zeit, in der die Atomkraftwerke keinen oder nur wenig Strom liefern können, müssen andere Quellen mehr liefern. Das wirkt sich auch auf die Preise aus.

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