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Historisches Meister-Duell zwischen VfB und Hamburger SV

wochentlich.deBy wochentlich.de29 November 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Historisches Meister-Duell zwischen VfB und Hamburger SV
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Vor Duell am Sonntag

Der Tag, an dem der HSV die Meisterschaft beim VfB verlor


29.11.2025 – 07:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Michael Schröder am Ball (Archivbild): 1984 kämpfte der HSV am letzten Spieltag in Stuttgart noch um die Meisterschaft.Vergrößern des Bildes

Michael Schröder am Ball (Archivbild): 1984 kämpfte der HSV am letzten Spieltag in Stuttgart noch um die Meisterschaft. (Quelle: IMAGO / WEREK)

Am 12. Spieltag der Bundesliga treffen sich der HSV und der VfB Stuttgart in Hamburg. t-online blickt auf ein besonderes Duell um die Deutsche Meisterschaft zurück.

Kaum ein Duell gab es häufiger in der Bundesliga: Wenn der Hamburger SV am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) den VfB Stuttgart empfängt, bestreiten die beiden Traditionsvereine ihr 105. Pflichtspiel in der 1. Liga. Mit 44 Siegen, 22 Remis und 38 Niederlagen (157:162 Tore) liegt der Aufsteiger von der Elbe knapp vorn.

t-online Hamburg blickt vor dem Spiel auf ein legendäres Aufeinandertreffen zurück: 1984 entschied sich die Deutsche Meisterschaft im direkten Duell – am letzten Spieltag.

So eine Ausgangslage wie am 26. Mai 1984 hatte es in der Bundesliga noch nie gegeben. Gleich drei Teams – Stuttgart, der HSV und Borussia Mönchengladbach – konnten am letzten Spieltag Meister werden. Eine besondere Konstellation ermöglichte sogar einen punktgleichen Saisonabschluss.

Der VfB Stuttgart, Tabellenführer nach dem 33. Spieltag, empfing den HSV im eigenen Neckarstadion. Am wahrscheinlichsten war, dass einer dieser beiden Klubs die Schale holt. Gladbachs Chancen waren minimal: Die „Fohlen“ mussten auf einen HSV-Sieg hoffen, selbst gewinnen – und 17 Tore aufholen.

Etwa 3.500 Fans aus Hamburg reisten mit. Ihre „Rothosen“ mussten vor 70.000 Zuschauern neun Tore auf den VfB gutmachen – ein 5:0 hätte zur Meisterschaft gereicht. Dass die Ausgangslage nicht besser war, lag an einer dramatischen Vorwoche: Der HSV verlor zu Hause gegen Frankfurt (0:2), während sich der VfB mit einem späten 2:1 in Bremen an die Spitze schob.

Zusätzlich sorgte HSV-Torwart Uli Stein für Wirbel: Er wäre nach einem Vorfall im Training – laute Kritik an seinen Mitspielern, Lustlosigkeit und Arbeitsverweigerung – direkt vor dem letzten Spieltag beinahe fristlos gefeuert worden, entschuldigte sich jedoch und stand in Stuttgart im Kasten. Trainer Ernst Happel setzte im Neckarstadion alles auf eine Karte: Felix Magath, Wolfram Wuttke, Jimmy Hartwig, Wolfgang Rolff und Jürgen Milewski sollten die nötigen Tore erzwingen.

Der Plan misslang. In einer unterkühlten ersten Halbzeit fehlten dem HSV die Ideen. Statt eines Fußballfests gab es ein mageres 0:0, denn beide Teams gingen kein Risiko ein. Erst nach der Pause wurde der HSV gefährlicher. In der 77. Minute keimte noch einmal Hoffnung auf: Jürgen Milewski traf zum 1:0.

Dabei blieb es. Die vier weiteren nötigen Treffer fielen nicht mehr. Der VfB Stuttgart entthronte den HSV und wurde Meister.

Weil Mönchengladbach parallel 3:0 gegen Bielefeld gewann, beendeten Stuttgart, Hamburg und die „Fohlen“ die Saison 1983/84 alle mit 48:20 Punkten. Kurios: Bayern München wurde mit einem Punkt Rückstand nur Vierter. Zwei punktgleiche Teams am Saisonende gab es in der Bundesliga bislang fünfmal – ein punktgleiches Trio ist seit 1984 allerdings einmalig geblieben.

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