Badge-Engineering
Diese Volkswagen sind streng genommen keine VWs
Aktualisiert am 23.10.2025 – 17:36 UhrLesedauer: 3 Min.
Hinter dem VW-Logo verbirgt sich manchmal Technik anderer Hersteller. Was hinter dem sogenannten Badge-Engineering steckt und welche Modelle betroffen sind.
Der Grill trägt zwar das VW-Logo, doch unter dem Blech steckt ein anderes Auto: Dieses Prinzip nennt sich Badge Engineering. Ein Auto erscheint unter mehreren Markennamen – oft mit leicht verändertem Design, aber identischer Basis. Dahinter steckt vor allem eines: Kostenkontrolle. Die Entwicklung neuer Modelle ist teuer, Kooperationen sparen Zeit und Geld. Für Kundinnen und Kunden kann das Vorteile bringen, etwa beim Preis oder bei der Ersatzteilversorgung.
Auch Volkswagen hat im Laufe der Jahrzehnte immer wieder auf Kooperationen, Lizenzmodelle und Plattformlösungen gesetzt, um seine Modellpalette zu erweitern oder Marktlücken zu schließen. Auch andersherum sind aus VWs Fahrzeuge anderer Marken geworden. Ein paar Beispiele:
Ein Pick-up mit Toyota-Technik: Der VW Taro war ein Lizenzbau des Toyota Hilux und wurde in verschiedenen Karosserie- und Antriebsvarianten angeboten. Ziel war ein Einstieg in das Nutzfahrzeugsegment ohne eigene Entwicklung. Die Offroad-Tauglichkeit blieb begrenzt, das Konzept wirtschaftlich eher überschaubar erfolgreich.
Die zweite Generation des VW Amarok basiert technisch auf dem Ford Ranger. Plattform, Fahrwerk, Antrieb und Teile der Karosserie stammen von Ford – angepasst von VW vor allem in der Frontgestaltung, beim Innenraumdesign und in der Materialwahl. Gebaut wird der Pick-up im Rahmen einer Kooperation im Ford-Werk Silverton (Südafrika).
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Ford basiert der neue VW Transporter auf dem Transit Custom. Trotz eigenständiger Front und angepassten Cockpits sind die Parallelen zum Ford-Modell sichtbar. Gebaut wird der Transporter in der Türkei, im Angebot sind Verbrennungs-, Hybrid- und Elektroantriebe.
