Die Bahn plant im kommenden Jahrzehnt mehrere Generalsanierungen. Besonders im Fernverkehr kann es zu Sperrungen kommen. Welche Strecken betroffen sind.

Das Schienennetz der Deutschen Bahn (DB) ist marode. So marode, dass es aufgrund des schlechten Zustands regelmäßig zu Störungen kommt, die sich auf den bundesweiten Verkehr auf der Schiene auswirken. Verspätungen und Zugausfälle sind die Folge. Hinzu kommt, dass viele Strecken überlastet sind. Bund und Bahn haben deshalb im vergangenen Jahr ein milliardenschweres Sanierungsprogramm beschlossen.

Dabei sollen die Hauptstrecken nicht wie sonst üblich „unter dem rollenden Rad“, also bei laufendem Betrieb, sondern während monatelanger Vollsperrungen mit hoher Bauleistung komplett saniert werden. Danach muss dort dann für mehrere Jahre Baufreiheit herrschen.

Die Angaben enthalten auch übliche Sperrungen im Rahmen von Bauarbeiten.

In diesem Jahr sind keine weiteren Generalsanierungen neben der Riedbahn geplant. Das sind die Strecken, auf denen regulär Bauarbeiten stattfinden:

Die DB verspricht sich durch die konzertierten Sanierungen langfristig wieder mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Vor allem bei den Wettbewerbern im Güterverkehr herrscht nach wie vor große Skepsis. Sie fürchten unter anderem, dass aufgrund der engen Zeitpläne nicht alle notwendigen Bauarbeiten durchgeführt werden können. Diese könnten auch nicht später nachgeholt werden, weil auf den Strecken für einige Jahre nicht wieder gebaut werden darf. Zweifel äußerte ihr Verband „Die Güterbahnen“ überdies an den Umleitungskonzepten. Güterzüge müssen während der Sperrungen oft Umwege von Hunderten Kilometer fahren.

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