Ausflug ab Berlin

Farne, Wald und Wasser: Dieses Tal ist wildromantisch


18.10.2026 – 09:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Löcknitztal (Archivbild): Das Wasser der Löcknitz fließt über Spree, Havel und Elbe bis in die Nordsee. (Quelle: Kai Horstmann/imago-images-bilder)

Gleich hinter der Berliner Stadtgrenze wartet ein Naturparadies. Im Löcknitztal fühlen sich Wanderer manchmal wie im Urwald.

„Keines unter all diesen Wässerchen aber ist vielleicht reizvoller und unbekannter zugleich“, schrieb der Schriftsteller Theodor Fontane einst. Damit meinte er die Löcknitz, den Fluss, der sich östlich von Erkner durch ein von Wald gesäumtes Niedermoor schlängelt.

Gleich hinter der Berliner Stadtgrenze beginnt das rund 448 Hektar große Naturschutzgebiet Löcknitztal. Hier gibt es Bäume mit tief hängenden Ästen, Farne und satte Farben. Vor allem im Frühjahr, Sommer und Herbst ist das wildromantische Tal ein lohnendes Ausflugsziel für Wanderer.

Von der Löcknitz gehen zahlreiche kleine Nebenarme ab, die zum Teil recht zugewachsen und verwildert sind. (Quelle: IMAGO/Kai Horstmann/imago)

Löcknitztal: Paradies für Schmetterlinge

Auf mehr als 20 Kilometern sind die Ufer der Löcknitz naturnah. Im Tal leben zahlreiche Tierarten, darunter rund 100 Vogelarten. Auch für Schmetterlinge ist das Gebiet ein Paradies: Mehr als 650 Großschmetterlingsarten wurden dort nachgewiesen.

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Erlenbruch, Wiesen und Wald wechseln sich im Löcknitztal ab. Naturbelassene Pfade verlaufen am Wasser entlang, Holzbrücken führen über die Löcknitz. Nicht das gesamte Tal ist für Wanderer zugänglich. Mehrere markierte oder beschriebene Routen erschließen jedoch unterschiedliche Abschnitte des Schutzgebiets.

Anreise mit dem RE1

Der Bahnhof Fangschleuse eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen durch das Löcknitztal. Der RE1 hält dort. Der Einstieg ins Tal liegt nur wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt. Je nach Route endet die Tour in Erkner oder Hangelsberg. Von beiden Orten fährt der RE1; in Erkner hält zusätzlich die S-Bahn.

Von alten Kiefern gesäumter Wanderweg im Naturschutzgebiet Löcknitztal bei Fangschleuse: Wer Ruhe sucht, ist hier genau richtig. (Quelle: IMAGO/Volker Hohlfeld/imago)

Diese zwei Wanderrouten durch das Löcknitztal eignen sich besonders:

Route eins: von Fangschleuse nach Erkner

Die kurze Tour beginnt am Bahnhof Fangschleuse und endet am Bahnhof Erkner. Sie ist acht Kilometer lang und dauert etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Die Route folgt dem 66-Seen-Wanderweg, führt an der Alten Löcknitz entlang und durch Wald- und Sumpflandschaft. Außerdem verläuft sie um den Wupatzsee.

Wer weiterwandern möchte, kann von Erkner bis zur Schleuse Woltersdorf gehen. Die Tram 87 fährt von der Schleuse zum S-Bahnhof Rahnsdorf.

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