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Sport

Heftige Kritik an Auftritt von Fifa-Boss Gianni Infantino

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Heftige Kritik an Auftritt von Fifa-Boss Gianni Infantino
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Auftritt von Fifa-Boss

„Es gibt kein Zurück mehr von dieser WM, die einem Todesstern gleicht“

Aktualisiert am 11.06.2026 – 06:40 UhrLesedauer: 3 Min.

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Fifa-Präsident Gianni Infantino spricht während einer Pressekonferenz im Stadion in Mexiko-Stadt. (Quelle: Eduardo Verdugo/AP/dpa)

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Gianni Infantino spricht nur selten bei Pressekonferenzen. Jetzt tat er es doch. Kurz vor dem WM-Auftakt erhält der Fifa-Präsident für seine Aussagen einige Kritik.

Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA spricht Fifa-Präsident Gianni Infantino bei einer seiner seltenen Pressekonferenzen. Dabei verteidigt der Weltverbandschef die hohen Ticketpreise und nimmt Stellung zum Fall des von den USA abgewiesenen Schiedsrichters Omar Artan aus Somalia. Das denkt die internationale Presse über den Auftritt.

Großbritannien

„Independent“: „Gianni Infantinos Trumpsches Geschwafel ist ein chaotischer Start in die Weltmeisterschaft. (…) All dies verdeutlichte nur, wie sehr Infantino im Umfeld von Trump verankert ist, bis hin zu dem Punkt, an dem er tatsächlich wie dieser klingt. Er kann alles sagen. Ernsthafte Einwände werden nicht zugelassen. Infantino hatte seit drei Jahren keine richtige Pressekonferenz mehr abgehalten, und man hat leicht den Eindruck, dass dies immer noch nicht der Fall ist.“

„The Sun“: „Im krassen Gegensatz zu seiner viel verspotteten Rede ‚Heute fühle ich mich homosexuell‘ vor der Weltmeisterschaft 2022 in Katar versuchte der Chef des Weltfußballs, die Fifa als die Guten darzustellen.“

„The Guardian“: „Infantino ist eher das Symptom als die eigentliche Ursache. Und doch liegt angesichts seines Selbstbildes als eine Art messianischer, pan-globaler Staatsmann eine gewisse Ironie darin, dass dieser Sommer sein Vermächtnis als einer der größten Feiglinge des Sports zementieren wird: ein schwacher und kleinlicher Mann, der die Kontrolle über sein eigenes Turnier verlor. Ein Mann, der angesichts echter Überzeugung zitterte. Ein Mann, der die mächtigste kulturelle Kraft der Welt in seinen Händen hielt und sie am Ende einfach verschleuderte.“

USA

„The Athletic“: „Der Gedanke kam auf, dass es vielleicht tatsächlich unmöglich sei; dass die Zugeständnisse, die Reibungen und die menschlichen Kosten bereits eine unsichtbare Schwelle überschritten hätten; dass es, wenn es so weit ist, kein Zurück mehr von dieser brisanten Weltmeisterschaft geben wird, die einem Todesstern gleicht, keine Rückkehr in die Zeit vor dem Weltuntergang. Für Infantino sind das jedoch alles nur Diskussionspunkte, kleine Hürden, die es auf dem Weg zu unserer glorreichen Fifa-Zukunft zu überwinden gilt.“

Mexiko

„Mediotiempo“: „Obwohl die WM 2026 als teuerste in der Geschichte der Weltmeisterschaften gilt, verteidigte Fifa-Präsident Gianni Infantino die Ticketpreise mit dem Hinweis, es handele sich um ‚ein einzigartiges Erlebnis'“.

„Récord“: „Es ist nur noch ein Tag bis zum Beginn der Weltmeisterschaft, doch an keinem der Austragungsorte ist eine allgemeine Euphorie zu spüren. Proteste in Mexiko, Razzien gegen Migranten in den Vereinigten Staaten und Schießereien in Kanada prägen die Zeit vor dem Start des Fifa-Turniers. (…) In diesem Zusammenhang sind vor allem die hohen Ticketpreise auf heftige Kritik gestoßen, doch Fifa-Präsident Gianni Infantino blieb bei seiner Haltung, die Preise zu rechtfertigen.“

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