Kölsche Karnevals- und Musiklegende

Hardy Schuster ist tot

10.07.2026 – 05:45 UhrLesedauer: 3 Min.

Blick auf die Kölner Innenstadt mit dem Dom (Symbolfoto): (Quelle: IMAGO/Marc John/imago)

Die Kölner Musik- und Karnevalsszene trauert: Hardy Schuster ist mit 63 Jahren gestorben. Er verstarb unerwartet. Wie sich Weggefährten an ihn erinnern.

Die Kölner Musikszene und die alternative Karnevalsszene nehmen Abschied von Hardy Schuster, den viele auch unter dem Namen „Hardy S. Party“ kannten. Der Musiker starb bereits Ende Juni im Alter von 63 Jahren.

Seine Lebensgefährtin Birgit auf der Landwehr bestätigte den Tod am Donnerstag gegenüber dem „Express“. In ihrem Nachruf auf der Vereinsseite würdigten die Pappnasen Rotschwarz sein Wirken: „Wir sind sehr traurig. Am Samstag (27. Juni) verstarb Hardy völlig unerwartet. Er machte unsere musikalischen Träume wahr. Man kann die Welt auch mit Musik verändern. Danke, Hardy.“ Wie genau Schuster ums Leben kam, teilten bislang weder seine Familie noch der Verein öffentlich mit. Nach Informationen des Express soll er bei einem Sportunfall auf einem See in der Nähe von Köln gestorben sein.

Hardy Schuster war Sänger der Band Steine

Über den Karneval hinaus war Schuster in der Kölner Musikszene ein bekannter Name. Er stand als Sänger der Band Steine auf der Bühne und hatte zuvor schon in unterschiedlichen Musikprojekten mitgewirkt. Jüngst trat die Band als Vorgruppe der bekannten Glam-Rock-Band The Sweet auf.

Tief getroffen vom Tod des Musikers zeigt sich der Mietrebell und Aktivist Kalle Gerigk, den mit Schuster eine enge musikalische Verbindung verband. Auf Facebook schrieb er: „Ich bin unendlich traurig über den Tod von Hardy Schuster. Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Ich bin dankbar, dass ich ihn kennenlernen durfte. Die schönen Momente, die wir gemeinsam erlebt haben, werden für mich unvergesslich bleiben. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihm nahestanden. Mach’s gut, Hardy. Du wirst fehlen. Deine Musik wird bleiben und in unseren Herzen weiterklingen.“

Anteilnahme im Netz an Hardy Schusters Tod

Im Gespräch mit dem Express schildert Gerigk auch gemeinsame Bühnenmomente. So habe Schuster ihn einmal spontan und ohne jede Vorbereitung auf der Gitarre begleitet, als er den Brings-Song „Wem jehürt de Stadt“ anstimmen wollte. Ebenso sei Schuster an Gerigks eigenem Lied „Kalle, wir bleiben“ beteiligt gewesen.

Auch unter Gerigks Facebook-Beitrag sammelten sich Beileidsbekundungen und Erinnerungen an den Musiker. Ein Nutzer schrieb: „Ich kann mich noch an Hardys Gesangseinlagen zu den TTIP-Tanzdemos auf dem Roncalliplatz erinnern… Hab eine gute Reise, Hardy.“ Ein anderer zeigte sich vom Tod überrascht: „Oh nein! Das kommt jetzt unerwartet!“ Er erinnerte an gemeinsame Momente bei der „UmFairTeilen“-Aktion auf dem Roncalliplatz. Eine weitere Nutzerin schrieb: „Ja, es tut immer weh, wenn gute Freunde gehen müssen.“

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