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Panorama

Handy-Betrug in Deutschland: Groß-Razzia gegen Betrügerbande

wochentlich.deBy wochentlich.de29 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Großrazzia gegen Betrügerbande

Samsung-Käufer ahnten nichts: Millionenbetrug fliegt auf


Aktualisiert am 29.09.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 2 Min.

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Beamte des Zolls durchsuchen eine Lagerhalle in Krefeld: Wegen des Verdachts auf millionenfachen Betrug mit online verkauften Handys läuft eine europaweit angelegte Großrazzia. (Quelle: Christoph Reichwein/dpa)

Sie sollen massenweise gefälschte Samsung-Handys verkauft haben. Jetzt starten die Ermittler einen präzisen Schlag gegen die Betrügerbande.

Eine Betrügerbande soll Medienberichten zufolge rund eine Million gefälschte Handys verkauft und Steuern in großem Stil hinterzogen haben. Laut WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) läuft seit dem frühen Dienstagmorgen eine Großrazzia. 160 Objekte in 19 Ländern würden durchsucht – der Schwerpunkt sei Deutschland.

Dem „SZ“-Bericht zufolge wurden mehrere mutmaßliche Hintermänner der Bande bereits am Wochenende festgenommen. Laut WDR erfolgte der Zugriff auch durch Spezialkräfte des Zolls in Düsseldorf. Der Vorwurf laute bandenmäßige Steuerhinterziehung und Gründung einer kriminellen Vereinigung.

  • Mafiaboss in Villa festgenommen: Razzia bei Luxusauto-Bande

Offenbar etliche Handys in Krefelder Lagerhalle entdeckt

In einer Lagerhalle in Krefeld stehen Kartons mit mutmaßlich gefälschten Smartphones.Vergrößern des Bildes
In einer Lagerhalle in Krefeld stehen Kartons mit mutmaßlich gefälschten Smartphones. (Quelle: Christoph Reichwein/dpa)

Bei dem Hauptbeschuldigten soll es sich um einen 43-jährigen Ukrainer handeln. Er soll gemeinsam mit Komplizen ein ausgeklügeltes Betrugssystem aufgebaut haben. Konkret soll er aus alten Bauteilen zusammengeschraubte Samsung-Handys als Neuware verkauft haben. In einer Lagerhalle in Krefeld soll die Gruppe kistenweise Geräte deponiert haben.

Durch die illegalen Geschäfte sollen die Täter laut „SZ“ etwa eine Million Smartphones an Kunden in Europa verkauft und damit mindestens 300 Millionen Euro Umsatz gemacht haben. Der Steuerschaden allein in Deutschland soll bei mehr als 60 Millionen Euro liegen.

Wie die Handy-Masche abgelaufen sein soll

Die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) bestätigte auf Anfrage laufende Maßnahmen in einem Ermittlungsverfahren wegen Umsatzsteuerbetrugs. Die Geschäftspraxis, die bis zuletzt weiterlief, soll den Ermittlern zufolge so aussehen: In Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten werden zunächst Mobiltelefone aus gebrauchten Bauteilen zusammengebaut. Dann werden die Geräte gereinigt und neu verpackt in die Niederlande verschickt. Von dort gelangen sie zu Lagern in Deutschland.

Auf Online-Marktplätzen können sie von Konsumenten in der gesamten EU gekauft werden. Mehr als eine Million Handys „führender Hersteller“ sollen seit 2018 auf diese Weise vertrieben worden sein. Es handele sich um einen Top-Anbieter für Handys im Internet, hieß es seitens der EUStA.

Insgesamt sind nach Angaben der EUStA etwa 1.770 Steuer-, Zoll- und Polizeifahnder an der Aktion beteiligt. Die Maßnahmen finden neben Deutschland in Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Estland, Finnland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Spanien, der Schweiz und den Niederlanden statt.

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