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Hamburger Star-Architekt Teherani plant Megaprojekt in Ferienziel

wochentlich.deVon wochentlich.de30 November 20252 Min Gelesen
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Hamburger Star-Architekt Teherani plant Megaprojekt in Ferienziel
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Hamburger Star-Architekt Teherani plant Megaprojekt in Ferienziel

Einst mondän, heute Leerstand

So plant ein Hamburger Star-Architekt den Neustart von Malente


Aktualisiert am 30.11.2025 – 18:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Blick aufs Wasser (Symbolfoto): Malente liegt zwischen zwei großen Seen – dem Dieksee und dem Kellersee. (Quelle: 1159peter via imago-images.de)

Die Wohlhabenden Hamburgs machten Malente einst berühmt, dann folgte Leerstand und Verfall. Jetzt soll es wieder ein Hamburger richten – mit einem Megaprojekt.

Rund 100 Kilometer nördlich von Hamburg liegt Malente, eigentlich eine Idylle aus Seen, Wäldern und Villen. Doch wer heute über die einst mondäne Promenade am Dieksee schlendert, spürt vor allem eines: die Lücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Geschlossene Pensionen, leere Kliniken, ein verwaistes Zentrum – der Kurort steckt fest.

Malente zählt knapp 10.000 Einwohner, viele davon sind älter. Die Übernachtungszahlen gingen in den vergangenen Jahren deutlich zurück; seit den 2000er-Jahren verlor der Ort durch Reformen im Gesundheitswesen einen Großteil seines Kur- und Reha-Geschäfts. „Hier war früher richtig Betrieb“, sagt Harald Düsterhoff vom Heimat- und Verschönerungsverein. dem NDR. „Flanieren auf der Diekseepromenade war mal Mode.“

Schon im Kaiserreich zog es Berliner und Hamburger Großbürger an die klaren Seen der Holsteinischen Schweiz. Ab 1902 hielt sogar ein D-Zug direkt in Malente. Kneipp-Kuren, ein Kurpark des Hamburger Landschaftsarchitekten Karl Plomin und die elegante Bäderarchitektur machten den Ort zu einem Vorzeige-Kurziel.

Nach dem Krieg kam der Aufschwung zurück – und mit ihm volle Hotels und die sogenannten Sambazüge: Busladungen von Wochenendgästen, die das Zentrum belebten und Malente zu einem der gefragtesten Orte Schleswig-Holsteins machten.

Doch die Erfolgsgeschichte hielt nicht. Das Hotel Intermar, einst Prestigeprojekt der Siebziger, steht heute zum Teil leer und prägt das Bild einer aus der Zeit gefallenen Bettenburg. Viele Kliniken folgten – nach der Gesundheitsreform wurden Kuren seltener genehmigt, Einrichtungen schlossen, Einnahmen brachen weg. „Viele Häuser hätten eine neue Nutzung verdient“, sagt Düsterhoff. „Aber bisher fand sich niemand, der das anpackt.“

Jetzt soll ein Architekt aus Hamburg alles verändern: Hadi Teherani plant am Krummsee das Luxusresort The Spiral Lake Side – eine Mischung aus Spa-Hotel, nachhaltiger Architektur und direktem Seeblick. Rund 180 Millionen Euro soll der Bau kosten, etwa 400 Arbeitsplätze könnten entstehen. Teherani hat das Grundstück bereits gekauft und ist selbst Investor.

Bürgermeister Heiko Godow sieht darin die große Chance: „Für Malente, Schleswig-Holstein und Deutschland ist das ein außergewöhnliches Projekt“, sagte er dem NDR: Andere im Ort reagieren vorsichtiger – zu groß, zu monumental, zu viel Zukunftsmusik, lauten die Befürchtungen.

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