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Hamburger Drogerie Budni trotzt dm und Rossmann – und ist ein Phänomen

wochentlich.deBy wochentlich.de18 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Hamburger Drogerie Budni trotzt dm und Rossmann – und ist ein Phänomen
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Regionales Phänomen

Drogeriekette Budni: Warum sie nur in Hamburg erfolgreich ist


Aktualisiert am 18.07.2026 – 20:51 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Drogeriemarktkette Budnikowsky, kurz Budni, betreibt rund 200 Filialen – fast alle in der metropolregion Hamburg (Archivbild). (Quelle: IMAGO/imago-images-bilder)

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Budni ist Marktführer in Hamburg – und kaum bekannt im Rest Deutschlands. Dahinter steckt eine ungewöhnliche Unternehmensgeschichte.

Ein Einkauf bei Budni ist für viele Hamburger so selbstverständlich wie der Schnack mit dem Nachbarn. Seit mehr als 110 Jahren prägt die Drogeriekette das Stadtbild – außerhalb der Hansestadt hingegen ist der Name bis heute kaum bekannt.

Denn Budni blieb mehr als 100 Jahre lang nahezu ausschließlich in Hamburg. Inzwischen betreibt das familiengeführte Unternehmen 187 Filialen und ist nach eigenen Angaben Marktführer in der Metropolregion. 2021 lag der Jahresumsatz bei rund 447 Millionen Euro. In der Hansestadt behauptet sich Budni gegen Konkurrenten wie Rossmann, Müller und dm – obwohl es mit einem der Rivalen lange eine Art „Nichtangriffspakt“ gab.

Die Budni-Geschichte beginnt in Harburg

Gegründet wurde das Unternehmen 1912 von Ivan Budnikowsky in Hamburg-Harburg. Nach dem Ersten Weltkrieg verlagerte sich der Schwerpunkt von Orthopädieprodukten auf Alltagswaren, in den 1920er-Jahren begann die Expansion. 1924 eröffnete die erste Filiale in Hamburg, bis 1933 wuchs Budnikowsky auf 25 Ladengeschäfte. Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg überstand das Unternehmen in Familienhand, auch wenn viele Filialen zerstört wurden.

  • Diese Standorte sind betroffen: Beliebte Drogeriekette schließt mehrere Filialen

Den Wiederaufbau leitete Budnikowsky noch selbst ein, ehe er 1957 an seine Tochter Ruth übergab. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Heinz Wöhlke modernisierte sie die Drogeriekette. In den 1960er-Jahren wurde das Sortiment erweitert, ab 1970 stellte Budni schrittweise auf Selbstbedienung um – ein damals neues Konzept. 1997 ging erstmals ein eigener Onlineshop an den Start. Ende 2025 arbeiten rund 2.000 Menschen in den knapp 190 Filialen.

Budni ist bis heute in Familienbesitz

Statt bundesweit zu expandieren, setzte Budni lange auf organisches Wachstum in der gewohnten Region. Die Nähe zu den Kunden und das dichte Filialnetz machten die Drogeriekette in vielen Hamburger Vierteln zur festen Größe. Bis heute ist das Unternehmen in Familienbesitz, geführt von Christoph Wöhlke in vierter Generation, gemeinsam mit Geschäftsführer Carsten Neumann.

Budni-Geschäftsführer Christoph Wöhlke (Archivbild): Hinter der Drogeriekette steckt ein familiengeführtes Unternehmen aus Hamburg.Vergrößern des Bildes
Budni-Geschäftsführer Christoph Wöhlke (Archivbild): Hinter der Drogeriekette steckt ein familiengeführtes Unternehmen aus Hamburg. (Quelle: IMAGO / Stephan Wallocha)

Der Wettbewerb verschärfte sich, als eine jahrelange stille Übereinkunft mit dm endete. Ab 2000 hatte Budni dm-Eigenmarken verkauft, im Gegenzug eröffnete dm keine Filialen in Hamburg. 2009 kam dennoch der erste dm-Markt in die Stadt, 2014 verschwanden dann die Produkte aus dem Budni-Sortiment.

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