Pyro, Böller, Molotowcocktail
Krawall an Halloween: „Grenze überschritten“
02.11.2026 – 15:40 UhrLesedauer: 1 Min.
In Wolfsburg zünden Jugendliche Pyrotechnik und werfen sie in eine Menschenmenge. Auch in Salzgitter kommt es in der Halloween-Nacht zu einem Vorfall. Die Polizei findet klare Worte.
In Wolfsburg haben Jugendliche an Halloween mit Pyrotechnik gezielt auf eine Gruppe unbeteiligter Menschen geworfen. Unter ihnen sollen sich auch Kleinkinder befunden haben. Als die Polizei einschritt, wurden auch die Einsatzkräfte mit Böllern angegriffen.
Nach Angaben der Polizei hantierten rund 120 Personen mit pyrotechnischen Gegenständen. Die Beamten stellten die Identität aller Beteiligten fest und leiteten Verfahren ein. Etwa 50 Kinder wurden ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Verletzt wurde niemand.
Gruppe dringt in Schule in Salzgitter ein
Auch in Salzgitter musste die Polizei in der Halloween-Nacht eingreifen. Dort verschaffte sich eine Gruppe von mindestens 20 Personen gewaltsam Zutritt zu den Berufsbildenden Schulen. Anschließend wurde mit einem Molotowcocktail ein Feuer gelegt.
Dabei wurden Einrichtungsgegenstände beschädigt. Die Gebäudesubstanz blieb nach Polizeiangaben unversehrt. Als die Beamten eintrafen, waren die Täter bereits verschwunden.
Die Polizei beobachtet nach eigenen Angaben seit Jahren steigende Einsatzzahlen in der Halloween-Nacht. Darauf bereite man sich mit verstärkter Präsenz vor, erklärte Uwe Lange, Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig.
„Wo aber Unbeteiligte und Einsatzkräfte angegriffen werden, wird eine Grenze überschritten“, sagte Lange. Tätliche Angriffe, Körperverletzungen und den Missbrauch von Pyrotechnik werde die Polizei konsequent verfolgen und zur Anzeige bringen.