
Doku über Rap-Star
Elyas M’barek: „Viele wären überrascht“
Aktualisiert am 29.10.2025 – 17:03 UhrLesedauer: 4 Min.
Er rappt über Koks, Suizid und Depression, trägt Louis Vuitton und fährt im Mercedes vor. Eine Netflix-Doku widmet sich nun Aykut Anhan alias Haftbefehl – produziert von Elyas M’Barek.
Aykut Anhan albert als Kind mit seinen beiden Brüdern am Esstisch herum und wird von einer weiblichen Stimme aus dem Off ermahnt, keinen Quatsch zu machen. Schnitt. Aykut Anhan sitzt als erwachsener Mann auf einer Treppe in seinem Haus und starrt vor sich auf den Boden, während seine Kinder und seine Frau in den Urlaub fahren – ohne ihn. Schnitt. Haftbefehl sitzt nach vorn gebeugt auf dem Beifahrersitz, Schweiß rinnt ihm die Schläfen hinunter. Schnitt. Haftbefehl rappt auf der Bühne, Fans kreischen. Schnitt. Krankenhausmaschinen piepsen. Schnitt.
Mit Szenen wie diesen porträtiert die Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ den Rapper Haftbefehl. Von traumatischen Kindheitserlebnissen bis zur beinahe tödlich endenden Kokainsucht zeigen die Filmemacher, wie Haftbefehl zu dem geworden ist, der er heute ist – einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands und Familienvater mit Drogensucht. „Mir geht’s gut, Brudi“, sagt Aykut Anhan in den ersten Sekunden der Dokumentation. Und wenige Sätze später: „Ich war schon tot.“
Einer der beiden Produzenten der Dokumentation ist Elyas M’Barek. Warum er die Doku produziert hat und wer Aykut Anhan alias Haftbefehl für ihn ist, erzählt M’Barek im Gespräch mit t-online.
M’Barek trägt während des Interviews eine dunkelblaue Fleecejacke mit Louis-Vuitton-Logo an Kragen und Ärmeln. Er ist Haftbefehl-Fan der ersten Stunde. „Haftbefehl ist für mich einer der bedeutendsten Rapper in Deutschland“, sagt M’Barek. Für den Produzenten ist der Rapper ein „krasser Typ, der Raum einnimmt“, und so habe M’Barek Aykut Anhan auch persönlich kennengelernt. Auf die Frage, warum M’Barek, der vor allem als Schauspieler bekannt ist, die Doku produziert hat, antwortet er: „Ich hatte die Idee, eine Doku zu machen, und Aykut wollte, dass ich sie produziere.“
Auch Haftbefehl erklärt in einer Szene der Doku die Gründe, warum er dieser Idee zustimmte: „Damit meine Geschichte, wenn mir etwas passiert, richtig erzählt wird – aus meiner Sicht“, sagt er mit weit aufgerissenen Augen.













