Mögliches Warnsignal

Leukämie – blaue Flecken können Anzeichen sein


Aktualisiert am 19.11.2025 – 18:03 UhrLesedauer: 3 Min.

Blaue Flecken können mitunter in Zusammenhang mit einer Leukämie stehen. Meist sind sie aber kein Grund zur Sorge. (Quelle: lzf/getty-images-bilder)

Blaue Flecken können ein Hinweis auf Leukämie sein. Worin unterscheiden sie sich von „normalen“ Blutergüssen und wann sind sie ein Fall für den Arzt?

Leukämie macht sich anfangs oft durch allgemeine Symptome bemerkbar, die auch andere Ursachen haben können. Zu den möglichen Anzeichen für den sogenannten Blutkrebs zählen etwa Blässe, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, häufige Infektionen, kleine punktförmige Hauteinblutungen sowie blaue Flecken (Hämatome).

Blaue Flecken kommen recht häufig vor, in den meisten Fällen sind sie harmlos. Mitunter können Blutergüsse jedoch auf gesundheitliche Probleme hindeuten, in seltenen Fällen auch auf eine Leukämie.

Treten infolge einer Leukämie blaue Flecken auf, unterscheiden sich diese auf den ersten Blick kaum von „normalen“ blauen Flecken. Dennoch gibt es Dinge, die einen aufhorchen lassen sollten. Zum Beispiel, wenn Blutergüsse plötzlich in großer Zahl und mutmaßlich ohne Grund auftauchen, wenn Betroffene sich also nicht erinnern, sich dort gestoßen zu haben, oder wenn bereits leichteste Stöße blaue Flecken hervorrufen.

Auch wenn blaue Flecken an eher untypischen Körperstellen wie beispielsweise am Rücken, an den Beinen (etwa am Oberschenkel) oder an den Händen auftauchen, kann dies mitunter ein Hinweis auf Leukämie sein. Bei Kindern zeigen sich blaue Flecken im Rahmen einer Leukämie anfangs häufig vor allem im Gesicht, am Kopf, an den Ohren, auf der Brust oder am Po.

Bilden sich infolge einer Leukämie blaue Flecken, heilen diese zudem nicht so rasch ab wie gewohnt. Oft dauert es länger als vier Wochen, bis sie wieder verschwinden. In manchen Fällen scheinen die blauen Flecken auch größer zu werden. Das kann passieren, wenn das Hämatom weiter ins Gewebe einblutet.

Dass blaue Flecken mit einer Leukämie im Zusammenhang stehen, ist zudem dann wahrscheinlicher, wenn gleichzeitig andere Symptome auftreten, wie zum Beispiel anhaltende Erschöpfung, Müdigkeit oder Blässe. Aufmerken sollten Betroffene insbesondere, wenn sich gleichzeitig auch andere Formen von Blutungen häufiger einstellen, etwa Zahnfleischbluten, Nasenbluten, ungewohnt heftige Regelblutungen oder kleine, höchstens stecknadelkopfgroße Hauteinblutungen (Petechien).

Bei einer Leukämie verschiebt sich durch ein Übermaß an weißen Blutkörperchen (Leukozyten) das Gleichgewicht der Blutzellen. Als Folge liegen im Körper zu wenige Blutplättchen (Thrombozyten) vor. Diese Blutzellen spielen jedoch eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Blutungen zu stillen.

Blaue Flecken entstehen, wenn Blutgefäße unter der Haut verletzt wurden, zum Beispiel bei einem Stoß. Dann tritt Blut ins Gewebe aus, bis sich dank der Blutplättchen die kleinen Gefäßverletzungen wieder schließen. Unter der Haut sichtbar bleibt der typische blaue Fleck zurück, der sich mit der Zeit farblich verändert und schließlich verblasst.

Bei einer Leukämie herrscht häufig ein Mangel an Blutplättchen (fachsprachlich Thrombozytopenie genannt). Deshalb kann es bei den Betroffenen leichter zu Blutungen wie etwa Nasen- oder Zahnfleischbluten kommen – oder eben auch zu blauen Flecken. Dann können bereits kaum spürbare Stöße (an die man sich später nicht erinnern kann) Blutergüsse hervorrufen.

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