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Finanzen

Händler verlangen deutlich überhöhte Zinsen zum Black Friday

wochentlich.deBy wochentlich.de24 November 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Händler verlangen deutlich überhöhte Zinsen zum Black Friday
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Shopping-Event des Jahres

Ratenkauf am Black Friday: Bis zu dreimal höhere Zinsen als nötig


24.11.2025 – 13:47 UhrLesedauer: 2 Min.

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Black-Friday-Rabatte (Symbolbild): Die Verkaufsaktion bietet echte Schnäppchen – doch bei der Finanzierung sollten Verbraucher aufpassen. (Quelle: Alexis Sciard/imago-images-bilder)

Das Shopping-Event des Jahres steht vor der Tür. Wer an Black Friday auf Pump kauft, muss allerdings bei einigen Händlern ungünstige Konditionen in der Ratenfinanzierung erwarten.

Wer während der Black Week größere Anschaffungen online finanziert, zahlt bei vielen Händlern deutlich höhere Zinsen als bei einem unabhängigen Ratenkredit. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox für eine Musterfinanzierung über 2.500 Euro.

Laut Analyse liegen die Zinskosten beim Kauf auf Raten über bekannte Onlinehändler zum Teil dreimal so hoch wie bei einem unabhängigen Kredit. Untersucht wurden die Konditionen von Amazon, Otto sowie MMS E-Commerce, dem Betreiber der Online-Shops von Mediamarkt und Saturn.

Am teuersten ist demnach die Ratenfinanzierung bei Otto mit einem effektiven Jahreszins von 18,92 Prozent. Kunden zahlen dort bei einer Laufzeit von drei Jahren für einen Warenkorb im Wert von 2.500 Euro rund 729 Euro Zinsen. Bei Mediamarkt und Saturn liegt der Zinssatz laut Verivox bei 10,90 Prozent, was insgesamt 421 Euro Zinsen entspricht. Amazon erhebt 10,01 Prozent, womit 386 Euro anfallen.

Zum Vergleich: Wer im Oktober über Verivox einen Ratenkredit abgeschlossen hat, zahlte im Durchschnitt 6,62 Prozent Zinsen und damit rund 255 Euro für denselben Finanzierungsbetrag. Die Händlerfinanzierungen sind zwischen 51 und 185 Prozent teurer als unabhängige Bankkredite.

Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier empfiehlt Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Konditionen vor einem Ratenkauf sorgfältig zu vergleichen. „Ratenkäufe sind bequem, weil sie direkt im Bezahlvorgang angeboten werden. Doch dieser Komfort hat seinen Preis“, so Maier. Viele Banken böten mittlerweile volldigitale Prozesse an, bei denen Kreditabschluss, Legitimation und elektronische Signatur komplett online erfolgen könnten. Der Kreditbetrag stehe oft schon am nächsten Werktag zur Verfügung.

Neben günstigeren Zinsen könne ein klassischer Bankkredit laut Verivox auch durch feste Rückzahlungsraten mehr Planungssicherheit bieten. Bei mehreren gleichzeitig laufenden Händlerfinanzierungen oder sogenannten Buy-Now-Pay-Later-Angeboten (BNPL) – sprich: jetzt kaufen und später bezahlen –, bestehe dagegen eher das Risiko, den Überblick zu verlieren.

Verbraucherschützer sehen BNPL-Angebote schon seit längerer Zeit kritisch. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes stehen mittlerweile 29 Prozent der Personen, die eine Schuldnerberatungsstelle aufsuchen, bei Online-Händlern in der Kreide. Das waren zwei Prozentpunkte mehr als fünf Jahre zuvor. Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetz deshalb auch für mehr Schutz bei Verbraucherkrediten sorgen.

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