Fünf-Tore-Spektakel

Haaland unerbittlich – doch am Ende zittert Norwegen


Aktualisiert am 23.06.2026 – 04:31 UhrLesedauer: 3 Min.

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Im Video: Plötzlich rennt der Trainer auf die Tribüne (Quelle: MagentaTV)

Norwegens Starstürmer Erling Haaland glänzt gegen Senegal einmal mehr. Die Skandinavier dürfen nun für die heiße Turnierphase planen.

Die Wikinger „rudern“ einfach weiter: Erling Haaland hat seine Norweger fast im Alleingang vorzeitig in die K.o.-Runde geführt. Dank des nächsten Doppelpacks ihres Starstürmers gewannen die Skandinavier in East Rutherford mit 3:2 (1:0) gegen Senegal und dürfen nach dem zweiten Erfolg im zweiten WM-Spiel für die heiße Turnierphase planen.

Unter unfreiwilliger Mithilfe des Gegners traf Marcus Pedersen (43.) zur Führung. Haaland (48./58.) sorgte für klare Verhältnisse und sicherte dem Team von Trainer Stale Solbakken ein direktes Duell mit Frankreich um den Gruppensieg. Ismaila Sarr (53./90.+3) traf ebenfalls doppelt für die Senegalesen, die gegen den Irak unbedingt einen Erfolg benötigen, um die Chance auf das Weiterkommen als Gruppendritter zu wahren.

Die Norweger begannen druckvoll: Kristoffer Ajer scheiterte per Kopf (3.), dazu schoss Martin Ødegaard (14.), über dessen Rolle nach einer Saison voller Verletzungen in der Heimat zuletzt diskutiert worden war, knapp drüber. Der Kapitän war es auch, der die beste Chance freistehend vergab (37.).

Beobachter schwärmen von Haaland

Rudern mit den Fans: Die Stimmung zwischen der norwegischen Nationalelf und ihren Unterstützern könnte nicht besser sein bei dieser WM. (Quelle: Jeenah Moon)
Die „Wikinger“-Welle: Norwegens Fans rudern auf der Tribüne mit, die Mannschaft auf dem Rasen. (Quelle: Dylan Martinez/Reuters)

Erst ein folgenschwerer Fehlpass des Ex-Mainzers Moussa Niakhaté ebnete Norwegen den Weg: Pedersen, der früh für den angeschlagenen BVB-Profi Julian Ryerson gekommen war, blieb eiskalt. Haaland setzten die Skandinavier zunächst zu selten in Szene. Kurz vor der Pause wurde der Torjäger eher zufällig gefährlich: Nach einem Patzer des starken Édouard Mendy traf er den Pfosten, sein Kopfball war kurz darauf kein Problem für Senegals Torhüter (45.+4).

Dafür erhöhte der Torjäger, der schon bei seinem WM-Debüt gegen den Irak (4:1) mit einem Doppelpack geglänzt hatte, früh in der zweiten Halbzeit nach einem perfekten Steckpass von Ødegaard. Die Fans feierten dies mit ihrem „Viking Row“, der an den Tagen zuvor bereits am Times Square oder sogar im norwegischen Parlament zu sehen gewesen war.

Unruhe rund um Senegals Team

Beim australischen Sender SBS kamen die Kommentatoren angesichts der Leistung Haalands aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Diese Kraft, dieser Muskel. Das ist majestätisch“, entfuhr es den Sportexperten, darunter der Ex-Berliner und Ex-Nationalspieler Ghanas Kevin-Prince Boateng. „Wie gut ist dieser Kerl eigentlich?“. Und: „Haaland ist nicht einfach nur gut – er ist großartig.“

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