Ist es wie Auguste Rodins berühmte Skulptur „Der Denker“? Der Mann, der in tiefer Kontemplation sein Kinn auf seine Hand stützt?
Nein. Gute Ideen kommen kaum jemandem, wenn er gebeugt in Gedanken sitzt. Es ist besser, in Bewegung zu sein: duschen, Auto fahren, mit dem Hund spazieren gehen. Zum einen verändert sich unser Denken, wenn sich unsere Umgebung verändert. Und wir haben mehr mentalen Spielraum, wenn wir automatische Routineaufgaben erledigen.
Rodins Figur hat durchaus Recht, denn wir alle brauchen Zeit für uns selbst, um unsere Gedanken zu ordnen – frei von Ablenkungen und Reizüberflutung.
Und es gilt noch eine weitere Regel: Kreative Momente finden fast immer bildschirmfrei statt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen bei einem Videoanruf weniger gute Ideen haben, weil Bildschirme unseren Blick in eine Richtung zwingen. In Wirklichkeit entsteht ein kreativer Gedanke, wenn Menschen ihren Blick frei durch den Raum schweifen lassen.
