Nachts ist es am Schlimmsten

Gutachter sollen Rätsel um Gestank in Friedrichshafen lösen

22.08.2026 – 04:17 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Passagierschiff in Friedrichshafen. Gutachter wollen jetzt mit Bürgerhilfe dem Gestank auf die Spur kommen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Michael Weber/imago)

Seit Jahren beschweren sich Anwohner in Friedrichshafen über einen unangenehmen Geruch. Weder Feuerwehr noch Behörden konnten die Quelle bislang finden.

Seit Jahren riecht es in Friedrichshafen am Bodensee – und niemand weiß genau, woher der Gestank kommt. Vor allem nachts gehen bei der Stadt wiederholt Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern ein, wie die Kommune mitteilte. Nun soll ein Gutachterbüro Licht ins Dunkel bringen – mit Hilfe der Anwohner selbst.

Laut einer Stadtsprecherin reichen die Beschwerden über Geruchsbelästigungen bis ins Jahr 2017 zurück. Messungen der Feuerwehr Friedrichshafen, die die Geruchsstoffe identifizieren sollten, blieben demnach erfolglos. Auch anhand der eingegangenen Hinweise sei es nicht möglich gewesen, einen möglichen Verursacher zu ermitteln.

Wetter könnte eine Rolle spielen

Die Umweltabteilung der Stadt hat deshalb ein Gutachterbüro mit der Untersuchung der Situation beauftragt. Um die Ursache einzugrenzen, werden nun die Beobachtungen der Anwohner systematisch erfasst. „Möglich wäre, dass der Geruch ein von der Jahreszeit abhängiges und durch das Wetter bedingtes Phänomen ist. Dies sollen die detaillierten Meldungen der Bürgerinnen und Bürger jetzt ergeben“, teilte die Stadt mit.

Über einen offiziellen Erfassungsbogen können Betroffene den Geruch beschreiben – zur Auswahl stehen Begriffe wie ranzig, süß, Gülle oder chemisch. Der Fragebogen richtet sich ausschließlich an Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Friedrichshafen-Ost. Die beliebte Hafenpromenade ist von der Geruchsbelästigung nicht betroffen.

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