Auch im Jahr 2024 können Reisende weiterhin das 49-Euro-ÖPNV-Ticket in Deutschland nutzen.
Seit seiner Einführung im April letzten Jahres erfreut sich das 49-Euro-ÖPNV-Ticket in Deutschland großer Beliebtheit.
Mehr als drei Millionen Deutsche kauften das „Deutschlandticket‚ im ersten Monat nach seiner Veröffentlichung.
Der Pass – was bietet unbegrenzt Fahrt mit allen öffentlichen Nah- und Regionalverkehrsmitteln – wurde von den Behörden als „größte Reform des öffentlichen Nahverkehrs in der Geschichte“ gefeiert Deutsch Geschichte“.
Die Regierung hat nun bestätigt, dass das Ticket auch im Jahr 2024 weiterhin angeboten wird und der Preis bis zum Jahresende gleich bleibt.
Letztes Jahr warnten Transportbosse, dass der niedrige Preis unhaltbar sei.
Lokale und regionale Unternehmen geraten durch die hohe Inflation unter Druck, so die Münchner MVG Transport Behördenchef Ingo Wortmann sagte, die Ticketeinnahmen seien aber weiterhin gering.
„Bisher hat die Politik die Differenz zu den bisherigen Einnahmen des Verkehrsunternehmens übernommen“, sagte er der Abendzeitung.
In diesem Monat wurde mit einer Preiserhöhung gerechnet, aber die Verkehrsminister beschlossen, nicht ausgegebene Mittel ab 2023 zur Finanzierung des Programms in diesem Jahr umzuwidmen.
Was ist das Deutschlandticket?
Das auch als „D-Ticket“ bekannte Low-Cost-Ticket kostet derzeit 49 Euro pro Monat, also etwa 1,60 Euro pro Tag. Sie gilt in allen Stadtbussen, U-Bahnen und Straßenbahnen in Kommunen im gesamten Bundesgebiet sowie im Nah- und Mittelstreckenverkehr Züge. Die Nutzung ist nicht für Fernzüge der DB Fernverkehr AG (inkl. RE) oder anderer Anbieter wie FlixTrain (IC, EC, ICE) möglich.
Die Monatskarte ist das Nachfolgemodell der im Test getesteten 9-Euro-Monatskarte Sommer von 2022.
Eingeführt, um die steigende Inflation nach der Invasion Russlands zu bekämpfen Ukraine, der ultragünstige Pass erfreute sich großer Beliebtheit. Im Juni, Juli und August wurden mehr als 52 Millionen Tickets für Reisen verkauft.
Der Verband Deutscher Transportunternehmen (VDV) gibt an, rund 1,8 Millionen Tonnen eingespart zu haben Kohlenstoffemissionen während dieser drei Monate.
Der 9-Euro-Preis war auf längere Sicht nicht tragbar – aber auch das 49-Euro-Ticket erfreut sich großer Beliebtheit und stürzte bei seiner Einführung auf der Website der Deutschen Bahn ab.
Von den 3 Millionen Menschen, die es im ersten Monat nach seiner Einführung gekauft haben, haben mindestens 750.000 noch nie zuvor ein ÖPNV-Abonnement abgeschlossen.
Im vergangenen Jahr stießen Vorschläge zu einer Preiserhöhung auf heftigen politischen Widerstand.
Nikolaus Gradl, Verkehrsexperte der Stadt München Der Rat bezeichnete die Idee einer Erhöhung als „absurd“.
„Eine Preiserhöhung ist für uns keine Option“, sagte er der Abendzeitung.
Der Bund und die Länder werden vorerst weiterhin die Defizite finanzieren und so die Auswirkungen abmildern Inflation und Materialkosten entstehen für die öffentlichen Verkehrsbetriebe.
Welche weiteren Änderungen am Deutschlandticket erwägen die Behörden?
Die Bundes-Ampel-Koalition arbeitet derzeit an einem „Familie„Freundliche Regelung“, die es Ticketinhabern erlaubt, zu bestimmten Zeiten einen weiteren Erwachsenen und bis zu drei Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren mitzubringen.
Bei Zustimmung der Transportunternehmen würde diese Regelung an Wochenenden, Feiertagen und werktags nach 20 Uhr gelten.
