Vermeintlicher Schädel
Gruselfund auf Friedhof entpuppt sich als harmlos
26.10.2026 – 16:33 UhrLesedauer: 1 Min.
Auf einem aufgewühlten Grab entdeckten Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen Knochen und alarmierten sofort die Kriminaltechnik. Nun ist das Ergebnis da.
Ein vermeintlicher Menschenschädel auf einem Friedhof in Königs Wusterhausen hat sich als Tierknochen herausgestellt. Wie die Polizei mitteilte, ergab eine rechtsmedizinische Untersuchung, dass es sich um den Kopf einer Ziege mit fortgeschrittenen Fraßschäden handelte. Der Knochen war teilweise in Alufolie eingewickelt und lag auf einem Grab, das Wildtiere aufgewühlt hatten.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten den Fund gemacht und umgehend Kriminaltechniker angefordert. Ein Polizeisprecher erklärte, der Knochen habe „dem ersten Anschein nach menschlichen Ursprungs gewesen sein können“. Die rechtsmedizinische Begutachtung stellte dann klar: „Vielmehr handelte es sich um einen Ziegenkopf mit fortgeschrittenen Fraßschäden.“
Keine Hinweise auf Tötungsdelikt
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund eines anderen, noch ungeklärten Falls. Bereits einige Wochen zuvor war im selben Ort im Landkreis Dahme-Spreewald abseits einer Straße ein echter menschlicher Schädel gefunden worden. Weitere Skeletteile blieben unauffindbar. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann im Alter von etwa 90 Jahren. Der Tod soll vor rund 20 bis 30 Jahren eingetreten sein.
Anfang September teilte ein Polizeisprecher mit, „auffallend war im Ergebnis der Untersuchung, dass der Schädel noch nie bestattet worden war, da typische und nachweisbare Spuren am Knochen fehlten“. Spuren äußerlicher Gewalteinwirkung seien nicht festgestellt worden. Auch Hinweise auf ein Tötungsdelikt gebe es nicht. Die Herkunft des Schädels ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
