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Politik

Grüne Aminata Touré will Ministerpräsidentin werden

wochentlich.deBy wochentlich.de29 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Grüne Aminata Touré will Ministerpräsidentin werden
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In Schleswig-Holstein

33-Jährige will Ministerpräsidentin werden

Aktualisiert am 28.05.2026 – 03:59 UhrLesedauer: 2 Min.

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Aminata Touré (Archivbild): Die 33-Jährige ist aktuell Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung. (Quelle: Frank Molter/dpa/dpa-bilder)

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Aminata Touré will Spitzenkandidatin für die Grünen bei der Landtagswahl 2027 werden. Warum sie sich Zeit für die Entscheidung genommen hat.

Schleswig-Holsteins Sozialministerin Aminata Touré will zur Landtagswahl im kommenden Jahr als alleinige Spitzenkandidatin der Grünen antreten. Auf Instagram schrieb die 33-Jährige, sie kandidiere als Spitzenkandidatin für Bündnis 90/Die Grünen, und fordert auf: „Komm ins Team Touré.“ Die finale Entscheidung über Tourés Kandidatur muss noch auf einem Landesparteitag getroffen werden. Schleswig-Holstein wählt im April 2027 einen neuen Landtag.

Der „Zeit“ sagte Touré: „Wenn Sie fragen, ob ich mir zutraue, Ministerpräsidentin zu werden, sage ich: ganz klar ja.“ Viele Parteien haben ihr Spitzenpersonal allerdings bereits festgelegt. „Ich habe lange überlegt“, gestand Touré ein.

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Als ihre Kollegen von SPD und CDU ihre Kandidaturen verkündeten, habe sie gerade den Mutterschutz beendet, sagte Touré im Gespräch mit der Wochenzeitung. Sie habe sich Zeit gelassen, um zu schauen: „Kriege ich das hin als Ministerin und Mutter? Das Wichtigste für mich ist, dass es meiner Tochter gut geht.“ Daher habe sie sich erst nun für die Kandidatur entschieden.

Touré über aktuelle Verhältnisse: „Finde ich frustrierend“

Touré ist seit 2022 die erste Schwarze Landesministerin der Bundesrepublik. Sie verwies auf den jüngsten Wahlerfolg ihres Parteikollegen Cem Özdemir: „Sein Erfolg hat gezeigt: Leute mit Migrationsgeschichte haben die Möglichkeit, in Machtpositionen zu kommen.“

Sie sieht sich dabei in doppelter Hinsicht in einer Minderheitenrolle. „Ich will es nicht kleinreden: Menschen mit Migrationshintergrund sind in politischen Spitzenämtern superselten anzutreffen, Frauen auch“, sagte sie der „Zeit“. „Wir haben in Deutschland im Jahr 2026 einen Männerklub plus Bärbel Bas, der die politischen Geschicke prägt. Das finde ich frustrierend.“

Touré betonte: „Frauen bestimmen so vieles – nur selten die Politik.“ Ihr Anspruch sei es, „diese Teile der Gesellschaft abzubilden: Es gibt Frauen und Männer mit Migrationsgeschichte und junge Leute, die Lust haben, Verantwortung zu übernehmen“.

Unterstützung erhält Touré unter anderem vom schleswig-holsteinischen Umweltminister Tobias Goldschmidt. Er sei gerne im Team Touré, „weil ich Bock auf einen ehrlichen, starken und mutigen Wahlkampf habe“, schreibt der Grünen-Politiker auf Instagram. „Ich unterstütze ihre Kandidatur.“

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