Abseits der Fernsehkameras

„Großstadtrevier“-Stars spielen sich selbst – aber nicht im TV

26.10.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Ensemble von „Ein Stück Großstadtrevier“: Sechs Schauspieler der ARD-Serie stehen im Dezember wieder gemeinsam auf der Bühne. (Quelle: Kerstin Schomburg)

Sechs Darsteller der Kultserie „Großstadtrevier“ geraten in einem Maskenmobil in eine absurde Situation. Ein hartnäckiger Fan stellt dabei eine besondere Forderung.

Sechs Schauspieler der ARD-Kultserie „Großstadtrevier“ kehren im Dezember ins Hamburger St. Pauli Theater zurück. In „Ein Stück Großstadtrevier“ spielen sie nicht ihre bekannten Fernsehrollen, sondern sich selbst. Dabei nehmen sie den eigenen Drehalltag aufs Korn und erinnern an frühere Kollegen.

Die Vorlage stammt von Saskia Fischer, die im Fernsehen Kommissariatsleiterin Frau Küppers verkörpert. Die Geschichte beginnt frühmorgens irgendwo in Hamburg. Das Ensemble trifft sich vor Drehbeginn zu einem Fototermin. Doch dann klemmt die Tür des Maskenmobils und plötzlich sitzen alle fest.

„Großstadtrevier“-Stars sitzen plötzlich fest

Als wäre das nicht schon genug Ärger, meldet sich draußen ein hartnäckiger Fan zu Wort. Er fordert „Jans Rückkehr“, eine Anspielung auf den verstorbenen „Großstadtrevier“-Star Jan Fedder. Andernfalls soll es weder Kuchen noch ein Entkommen geben.

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Während die Schauspieler festsitzen, kommen frühere Kollegen, alte Helden und die Eigenheiten des Serienalltags zur Sprache. Es geht um Quotendruck, die Angst vor vergessenen Texten und Freundschaften innerhalb des Ensembles. Zwischen den komischen Momenten bleibt auch Platz für melancholische Erinnerungen.

Fischer hat das Stück geschrieben, ihre Kollegen haben den Text während der Proben ergänzt. Neben ihr stehen Patrick Abozen, Enrique Fiß, Farina Flebbe, Sven Fricke und Maria Ketikidou auf der Bühne. Nicole Heesters ist mit ihrer Stimme zu hören. Regie führt Guntbert Warns, unterstützt von Ulrich Waller.

Auch musikalisch hat sich das Ensemble etwas einfallen lassen: An ausgewählten Terminen treten Hamburger Musikerinnen und Musiker auf, die am Ende des Abends ihre eigene Version des bekannten „Großstadtrevier“-Titelsongs von Truck Stop präsentieren.

„Großstadtrevier“ in Hamburg: Neue Termine im Dezember

Die Verbindung zwischen der Serie und dem Theater reicht weit zurück. Die Davidwache direkt neben dem St. Pauli Theater diente der fiktiven Polizeiwache der 1984 von Jürgen Roland geschaffenen Serie als Vorbild.

„Ein Stück Großstadtrevier“ wurde bereits im Oktober 2025 uraufgeführt. Nun kehrt die Inszenierung vom 4. bis 19. Dezember 2026 auf die Bühne zurück. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr und dauern rund zwei Stunden inklusive Pause.

Die Eintrittskarten kosten dienstags bis donnerstags sowie sonntags zwischen 19 und 54 Euro. Freitags und samstags liegen die Preise zwischen 24 und 64 Euro.

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