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Großer Solarparkbetreiber ist insolvent


12.09.2026 – 23:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Luftaufnahme einer großen Photovoltaikanlage (Symbolbild): Der Solarparkbetreiber Enerparc ist insolvent. (Quelle: IMAGO/JaRu Creative Studio/imago)

Noch im Frühjahr sicherte sich Enerparc eine Milliarden-Finanzierung – jetzt ist der Hamburger Solarkonzern insolvent. Der Betrieb läuft vorerst weiter.

Der Hamburger Solarpark-Entwickler Enerparc hat Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde vom Amtsgericht Hamburg Rechtsanwalt Stefan Denkhaus bestellt, wie es auf dem Portal „Insolvenzbekanntmachungen“ heißt. Der Betrieb werde vorerst fortgeführt.

Enerparc sieht sich mit rund 5,5 installierten Gigawatt und mehr als 500 Solarparks als einen der größten unabhängigen Solarpark-Eigentümer Europas. Kerngeschäft der Gruppe ist die Entwicklung, die Errichtung und der Betrieb von Solaranlagen und die Strom-Vermarktung. Das Unternehmen ist auch im Aufbau der Stromspeicherinfrastruktur und bei Umspannwerken aktiv.

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„Ich führe bereits erste Gespräche mit dem Vorstand, den Beratern des Unternehmens und den Finanzierern, um das Unternehmen zu stabilisieren“, sagte Denkhaus. Auch habe er ein Team bei Enerparc, das die rund 380 Beschäftigten über das Insolvenzverfahren informiere.

Als eine der ersten Aufgaben stehe die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und der Konzerngesellschaften im Mittelpunkt. Aktuell seien auch Insolvenzanträge von Schwestergesellschaften möglich. Für eine eindeutige Beurteilung sei es aber noch zu früh.

Erst im Frühjahr erhielt das Unternehmen Darlehen

Warum es zur Insolvenz kam, haben weder das Unternehmen noch der vorläufige Insolvenzverwalter bislang öffentlich erklärt. Dabei hatte Enerparc noch am 12. März eine Finanzierung von bis zu einer Milliarde Euro bekanntgegeben – bestehend aus einem Darlehen über 500 Millionen Euro sowie einem langfristigen Projektfinanzierungsrahmen von zunächst 425 Millionen Euro.

Mit dem Kapital sollte der Ausbau von Solarparks und Batteriespeichern in Deutschland, Frankreich und Spanien vorangetrieben werden. Bei dem Betrag handelte es sich jedoch um einen Finanzierungsrahmen für konkrete Projekte – nicht um frei verfügbare Mittel.

Fachleute werten den Insolvenzfall als Beleg für den wachsenden Druck in der Branche: Sinkende Zuschlagswerte bei staatlichen Ausschreibungen, steigende Projektkosten und ein verschärfter Wettbewerb um Investoren und Netzanschlüsse belasten Entwickler und Betreiber gleichermaßen.

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