Proteste in Berlin

Nach AfD-Wahlsieg: Tausende zieht es auf die Straße

07.09.2026 – 20:05 UhrLesedauer: 1 Min.

Teilnehmer versammeln sich zu einer Demonstration am Brandenburger Tor: Unter dem Motto „Zeit zum Handeln: AfD stoppen!“ hatten Campact und Fridays for Future zu der Kundgebung am Brandenburger Tor aufgerufen. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/dpa-bilder)

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen. In Berlin und Potsdam zog das Ergebnis noch am selben Abend Proteste nach sich.

Nach dem Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben in Berlin und Potsdam Tausende Menschen gegen die Partei demonstriert. Am Brandenburger Tor zählte die Polizei kurz nach Veranstaltungsbeginn mehr als 2.500 Teilnehmer. Die Beamten sprachen von einer störungsfreien Veranstaltung, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Unter den Demonstrierenden am Brandenburger Tor waren auch Klima- und Politikaktivistin Luisa Neubauer sowie die Spitzenkandidaten von Grünen und Linken für die Berliner Wahl am 20. September. Auf Transparenten war unter anderem zu lesen: „AfD + BSW Demokratie adé“, „Faschismus ist keine Alternative“, „Dumm Dümmer NSDAfD“ und „AfD Nazis stoppen! Schluss mit Rassismus und Sozialabbau“. Die Menge rief „Alle zusammen gegen den Faschismus“. Gegenüber einem dpa-Reporter äußerten viele Teilnehmer Besorgnis über den Wahlerfolg der AfD.

AfD bei Wählern vorne

Die AfD hatte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag mit großem Vorsprung gewonnen, eine absolute Mehrheit aber verfehlt. Der Verfassungsschutz stuft den AfD-Landesverband in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch ein. Damit gilt eine AfD-geführte Landesregierung nun als möglich.

Auch in Potsdam versammelten sich am Abend Menschen am Alten Markt. Das Bündnis „Potsdam! bekennt Farbe!“ erklärte: „Die Möglichkeit einer AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt erfüllt uns mit großer Sorge.“ Weiter schrieben die Veranstalter: „Ein solcher Regierungswechsel wäre keine gewöhnliche politische Veränderung, sondern eine Zäsur für die demokratische Kultur in Deutschland.“

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version