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Sport

Grandioser Jan-Lennard Struff erreicht überraschend Achtelfinale

wochentlich.deBy wochentlich.de30 August 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Grandioser Jan-Lennard Struff erreicht überraschend Achtelfinale
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Tennis-Coup bei den US Open

Grandioser Struff erreicht völlig überraschend Achtelfinale

Aktualisiert am 30.08.2025 – 03:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Was für eine Überraschung: Jan-Lennard Struff freut sich über seinen Achtelfinaleinzug. (Quelle: Seth Wenig/AP/dpa/dpa-bilder)

Qualifikant Jan-Lennard Struff gelingt in Flushing Meadows der nächste Coup. Mit einem starken Auftritt entnervt er einen Publikumsliebling – und das in einer Krisensaison.

Nach seinem bisher größten Erfolg bei den US Open verzichtete Jan-Lennard Struff auf eine große Jubelgeste. Dabei hatte der Qualifikant soeben völlig überraschend und zum ersten Mal das Achtelfinale der US Open erreicht. Mit einer begeisternden Leistung entzauberte der 35 Jahre alte Tennisprofi den amerikanischen Publikumsliebling Frances Tiafoe und gewann mit 6:4, 6:3, 7:6 (9:7).

„Geil, ich freue mich. Unglaubliches Match. Ich denke, ich habe sehr gutes Tennis gespielt“, sagte der Familienvater und bestellte Grüße nach Hause. „Mein Vater hat noch zehn Minuten Geburtstag. Deswegen: Alles Gute Papa.“

Die Partie gegen den zweimaligen US-Open Halbfinalisten und Weltranglisten-17. Tiafoe entschied der Sauerländer nach 2:09 Stunden für sich. Erst als Struff bei 5:3 im dritten Satz zum Matchgewinn aufschlug, begann er zu wackeln. Doch der Davis-Cup-Profi fing sich schnell wieder und zeigte sich im Tiebreak nervenstark. Als erster von drei deutschen Tennis-Herren in Runde drei zog Struff in die zweite Turnierwoche ein.

„Ich denke, jeder weiß, dass es manchmal schwer ist, ein Match auszuservieren. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben“, sagte Struff und richtete sich an das Publikum: „Die Atmosphäre war unglaublich. Ich weiß, ihr habt für Frances gejubelt, aber es war sehr fair“, meinte der Warsteiner und erinnerte daran, dass er in der Qualifikation beinahe ausgeschieden war.

Im Achtelfinale steht er vor einem möglichen großen Auftritt gegen den serbischen Topstar Novak Djokovic, falls dieser sich in der Nacht gegen den Briten Cameron Norrie behauptet. Alexander Zverev und Daniel Altmaier können Struff noch in die Runde der besten 16 folgen.

Starke Aufschläge, direkte Punkte von der Grundlinie – Struff gelang an diesem Nachmittag in New York lange vieles wie gewünscht. Im viertgrößten Stadion in Flushing Meadows drängten die Zuschauer auch auf die Stehplätze oberhalb der Ränge. Deutlich mehr als die gut 8.000 Zuschauer, die Sitzplätze fanden, wurden Zeugen des Drittrundenduells. Die US-Fans konnten aber nicht feiern.

Nachdem der erste Satz an den Außenseiter gegangen war, schmiss sich Tiafoe nach einem Ball auf den Hartplatz – und streckte sich vergeblich. Die Szene stand sinnbildlich für das Geschehen. Wenig später lag Struff wieder mit einem Break vorn.

Tiafoe wirkte entnervt, Struff blieb unbeeindruckt. „Er ist mental unglaublich stark. Er gibt ihm keine Chance, weil er bärenstark von Anfang an gespielt hat“, sagte der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker.

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