Änderung bei Kartendienst
Google Maps bekommt Kauf-Button für S-Bahnen und Regionalzüge
Aktualisiert am 13.05.2026 – 08:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Wie komme ich schnell von A nach B? Navi-Apps zeigen zahlreiche Verkehrsmittel als Optionen. Die S-Bahn kommt bei Google Maps nun etwas besser zur Geltung.
Wer mit dem Regionalzug oder mit der S-Bahn fährt, kann sein Ticket künftig auch über Google Maps kaufen. Die Deutsche Bahn und der US-Tech-Konzern haben eine Partnerschaft bekannt gegeben, der zufolge ein Kauf-Button in der Kartenanwendung implementiert wird, über den entsprechende Fahrkarten gelöst werden können.
Für Fernzüge gibt es diesen Button bereits seit längerem, künftig gibt es diese Zusatzfunktion auch für den Regionalverkehr. Wer darauf klickt, wird im Internet zur Bahn weitergeleitet und kann dort kaufen.
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Das gilt grundsätzlich bundesweit. Allerdings kann es laut Bahn sein, dass einzelne Verkehrsverbünde eigene Regelungen mit Google haben und der Kauf-Button daher doch nicht sichtbar ist.
Google Maps zeigt auch Zug-Abfahrten in Echtzeit
Geld fließt im Rahmen der Partnerschaft nicht, die Bahn bezahlt den vereinfachten Weg zum Ticketkauf aber mit einem Datenschatz: Das Bahnunternehmen liefert Echtzeitdaten seiner Regionalzüge (RE) und S-Bahnen an Google.
Dadurch kann Google Maps seinen Nutzern besser prognostizieren, wann die erwartete Bahn auch tatsächlich am Bahnsteig ist. So eine Prognose-Funktion hat die Bahn bereits in ihrer eigenen DB-Navigator-App.
Google-Manager Tim Rang zeigte sich erfreut über die Partnerschaft mit DB Regio. „Der direkte Zugang zu präzisen Echtzeitdaten auf Google Maps macht die Nutzung von Bus und Bahn erheblich komfortabler und stärkt damit den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr in Deutschland.“ Das sei ein wichtiger gemeinsamer Schritt hin zur klimafreundlichen Mobilität.
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Bahn hofft auf zusätzliche Fahrgäste
DB-Regio-Chef Harmen van Zijderveld sagte, dass man bei der Nutzung von Google Maps nun keine digitalen Umwege gehen müsse, um ein Ticket zu kaufen. „Wie in der realen Welt gilt auch im digitalen Raum: je einfacher, desto besser.“
Die Bahn hofft auf zusätzliche Fahrgäste, wenn Reisende sich vor Fahrtantritt auf Google Maps über die verschiedenen Mobilitätsmöglichkeiten informieren und dann für eine S-Bahn oder einen RE entscheiden.
