„Rekordverdächtige Hitze“ in den USA

Hitzeglocken verschmelzen zum gigantischen Hitzedom


30.06.2026 – 08:28 UhrLesedauer: 4 Min.

Karte zeigt die erwartete Luftfeuchtigkeit am 3. Juli: Die Farbe Pink markiert die höchste Konzentration von Wasserdampf in der Luft. Die Hitzewelle in den USA wird von einer extremen Feuchtigkeit begleitet.

Karte zeigt die erwartete Luftfeuchtigkeit am 3. Juli: Die Farbe Pink markiert die höchste Konzentration von Wasserdampf in der Luft. Die Hitzewelle in den USA wird von einer extremen Feuchtigkeit begleitet. (Quelle: ECMWF)

In den USA müssen sich 200 Millionen Menschen auf gefährlich hohe Temperaturen einstellen. Auch die Fußball-WM wird von der Hitzewelle betroffen sein.

In Deutschland fallen die Temperaturen wieder. Der sogenannte Hitzedom (oder Heat Dome), der in den vergangenen Tagen für neue Hitzerekorde sorgte, zieht nach Osten ab. Doch nun braut sich in den USA eine immense Hitzeblase zusammen.

Dort stehen zwei Hitzeglocken kurz davor, sich zu einem riesigen Hitzedom zu vereinen. Eine der Hitzeglocken bildet sich über dem Südwesten der USA, die zweite entwickelt sich über dem subtropischen Atlantik, erklärte Jeff Berardelli, Chefmeteorologe des US-Senders WFLA.

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200 Millionen Menschen kommen unter dem Hitzedom

Nach den aktuellen Prognosen sollen sich beide Hochdruckgebiete in den kommenden Tagen zu einem Hitzedom zusammenschließen, der sich bis zum US-Nationalfeiertag am 4. Juli festsetzen wird. Das bedeutet nach den Worten des Meteorologen Blake Matthews einen regelrechten „Juli-Hitzeschub“.

Zu Beginn des Juli werden in vielen Regionen Höchsttemperaturen zwischen 32 und über 38 Grad Celsius erwartet. Die gefühlten Temperaturen könnten örtlich sogar über 40 Grad steigen. Nach Einschätzung des Wetterdienstes Accuweather könnte die Hitzewelle rund 200 Millionen Menschen in den USA betreffen.

(Quelle: t-online)

Hitzewelle erfasst mehr als zwei Dutzend US-Bundesstaaten

Zum 1. Juli soll sich das Zentrum des Hitzedoms über St. Louis legen. „Seine Auswirkungen reichen dann bis nach Texas“, sagte Matthews dem US-Magazin „The Hill“. „Bis Samstag, den 4. Juli, verlagert sich das Zentrum fast nach Chicago. Dann sind in einem großen Gebiet von Wisconsin über die Ostküste bis zur Golfküste Temperaturen von mehr als 32 Grad wahrscheinlich.“

Die Hitzewelle erfasst zeitweise mehr als zwei Dutzend US-Bundesstaaten. Besonders im Mississippi- und Ohio-Tal rechnen Meteorologen mit einer langen Phase aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit.

Hitze von Chicago bis New York

In Chicago werden vier bis fünf Tage in Folge mit mindestens 32 Grad erwartet. In St. Louis könnten die Temperaturen sogar an mindestens acht Tagen hintereinander über 32 Grad liegen, örtlich nähern sich die Höchstwerte dort 38 Grad. Normal wären zu dieser Jahreszeit etwa 29 Grad in Chicago und rund 31 Grad in St. Louis.

In New York wird vom 1. bis zum 4. Juli eine ausgeprägte Hitzewelle erwartet. In Philadelphia sollen die hohen Temperaturen vom 30. Juni bis zum 5. Juli anhalten. In Washington könnte die Temperatur an vier Tagen in Folge auf mindestens 38 Grad klettern.

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