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Gigantischer Fund unter dem Eis überrascht Forscher

wochentlich.deBy wochentlich.de8 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Gigantischer Fund unter dem Eis überrascht Forscher
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Tief unter dem Eis

Gigantische Formation unter der Antarktis entdeckt


Aktualisiert am 08.06.2026 – 14:10 UhrLesedauer: 3 Min.

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Eisflächen der Antarktis: Eine verborgene Struktur lenkt die Eisströme und hat die Entwicklung des Kontinents mitgeprägt. (Quelle: Abdullah Soylemez/imago)

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Unter dem ostantarktischen Eisschild verbirgt sich offenbar eine weitverzweigte Struktur. Die Entdeckung verändert den Blick auf die Geschichte der Antarktis.

Tief unter dem kilometerdicken Eis der Ostantarktis haben Forschende eine geologische Struktur ausgemacht, die bislang nicht als zusammenhängendes System erkannt worden war. Jüngste Untersuchungen der Topografie unter dem Eis zeigen ein Netz niedrig gelegener, v-förmiger Becken. Gemeinsam bilden sie nach Einschätzung eines internationalen Forschungsteams eine fächerartige Formation von nahezu kontinentalem Ausmaß. Die Ergebnisse der Forschung wurden im Fachjournal „Nature Geoscience“ veröffentlicht.

Die Forschenden bezeichnen die Struktur als „East Antarctic Fan-Shaped Basin Province“ (EAFBP). Sie erstreckt sich vom Küstengebiet der Antarktis weit ins Landesinnere bis zum Transantarktischen Gebirge. Die einzelnen Becken verlaufen fächerförmig („fan-shaped“) und scheinen in einem Punkt nahe dem Südpol zusammenzulaufen.

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Eine Formation von nahezu kontinentalem Ausmaß

Mehrere der Becken dieses „Fächers“ waren bereits bekannt. Dazu zählen das Wilkes-Becken, das Aurora-Becken sowie das Becken unter dem Wostoksee – der größte bekannte See der Erde, der sich unter einem Gletscher befindet. Neu ist jedoch die Erkenntnis, dass diese Strukturen offenbar keine voneinander getrennten geologischen Einheiten sind.

Topografie und Tektonik Ostantarktikas: Unter dem Eis erstreckt sich ein fächerförmiges Netz von Becken beinahe über den gesamten Kontinent.Vergrößern des Bildes
Topografie und Tektonik Ostantarktikas: Unter dem Eis erstreckt sich ein fächerförmiges Netz von Becken beinahe über den gesamten Kontinent. (Quelle: „Nature Geoscience“)

Neue Sicht auf die Entwicklung Ostantarktikas

„Diese Forschungsarbeit hat es uns ermöglicht, Strukturen miteinander zu verknüpfen, die bislang als getrennt oder unabhängig voneinander galten“, schreibt Egidio Armadillo von der Universität Genua, Hauptautor der Studie. Die Erkenntnis, dass es sich um eine einzige kontinentale Struktur handelt, verändere das Verständnis der geologischen Entwicklung Ostantarktikas erheblich.

Nach Ansicht des Forschungsteams entstand die Formation durch eine großräumige Dehnung der kontinentalen Erdkruste, die von einem zentralen Punkt ausging. Die Forschenden sprechen von einer rotatorischen Dehnung innerhalb der Kontinentalplatte. Zur Veranschaulichung vergleichen sie den Prozess mit dem Spreizen einer Hand: Während ein Bereich weitgehend fest bleibt, bewegen sich andere Teile auseinander. Zwischen ihnen entstehen keilförmige Lücken – ähnlich den heute unter dem Eis liegenden Becken.

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