Gewürz-Rückruf
Giftige Stoffe in Bohnenkraut nachgewiesen
18.10.2026 – 10:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Gefährliche Pflanzenstoffe in beliebtem Gewürz: Bohnenkraut der Marke Lebensbaum wird zurückgerufen. Drei Chargen sind betroffen. Das sollten Verbraucher wissen.
Die Ulrich Walter GmbH informiert über den Rückruf von drei Chargen des Artikels „Bohnenkraut, gerebelt und getrocknet“ der Bio-Marke Lebensbaum in der 25-Gramm-Packung. Im Produkt wurden Pyrrolizidinalkaloide und deren N-Oxide nachgewiesen. Vom Verzehr des Produkts wird dringend abgeraten.
Das ist das betroffene Produkt
Lebensbaum Bohnenkraut, gerebelt und getrocknet
- Verpackungseinheit: 25 Gramm
- Charge 103150, Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 31.8.2028
- Charge 104062, MHD: 31.12.2028
- Charge 104731, MHD: 31.3.2029
- Artikelnummer: 1546
- EAN: 4012346154695
- Hersteller: Ulrich Walter GmbH
Betroffen sind ausschließlich die genannten Chargen mit den angegebenen MHD. Alle anderen Produkte des Sortiments sind laut Unternehmen von dem Rückruf nicht betroffen.
Prüfen Sie, ob Sie das Produkt zu Hause haben. Verzehren Sie es auf keinen Fall. Verwenden Sie das Gewürz nicht zum Kochen oder Würzen. Nach Angaben von „produktwarnung.eu“ gibt es bislang keine Endkundeninformation des Herstellers. Auch zu den Verkaufswegen und den Rückgabemöglichkeiten für Verbraucher liegen demnach keine Informationen vor. Geben Sie das Produkt in der jeweiligen Verkaufsstelle zurück. Ob ein Kassenbon nötig ist und ob der Kaufpreis erstattet wird, ist nicht bekannt.
Warum Pyrrolizidinalkaloide gefährlich sein können
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind Verunreinigungen in Tees und Honig die Hauptaufnahmequellen für Pyrrolizidinalkaloide. Auch tiefgefrorene und getrocknete Gewürzkräuter können mit 1,2-ungesättigten Pyrrolizidinalkaloiden belastet sein. Das BfR rät wegen der Giftigkeit davon ab, derart belastete Lebensmittel regelmäßig oder in größeren Mengen zu verzehren.
Nicht die Pyrrolizidinalkaloide selbst wirken giftig, sondern ihre Abbauprodukte. Sie entstehen vor allem in der Leber und schädigen das Organ. In hoher Dosierung können sie zu tödlichen Leberfunktionsstörungen führen, unter anderem zum Verschluss der Lebervenen.
