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Panorama

Giftige Meerestiere treiben an die Atlantikküste

wochentlich.deBy wochentlich.de30 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Giftige Meerestiere treiben an die Atlantikküste
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„Portugiesische Galeeren“

Warnung vor giftigen Meerestieren an der Atlantikküste


Aktualisiert am 30.07.2026 – 03:34 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Eine gestrandete „Portugiesische Galeere“ (Archivbild): Auch tot sind die Staatsquallen noch gefährlich. (Quelle: IMAGO/M. Woike/imago)

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Giftige Meerestiere treiben wieder an Frankreichs Atlantikküste. Strände wurden bereits gesperrt – doch selbst tote Exemplare bleiben gefährlich.

An der französischen Südwestküste sind erneut „Portugiesische Galeeren“ angespült worden. Wie französische Medien berichten, tauchen die gefährlichen Meerestiere wieder in großer Zahl an der Atlantikküste auf – sowohl in der Bretagne als auch im Baskenland. Der Strand von Mimizan musste am Mittwoch vollständig gesperrt werden. Auch am Strand von Ilbarritz nahe Biarritz wurden Physalien bereits gesichtet.

Die Meerestiere ähneln optisch Quallen und wirken auf den ersten Blick harmlos: Ein violett schimmernder, transparenter Blasenkörper, der auf der Wasseroberfläche treibt. Es handelt sich dabei nicht um echte Quallen, sondern um Polypenkolonien, in denen jedes Individuum eine bestimmte Aufgabe übernimmt.

Bei Kontakt mit den Tentakeln erleidet der Mensch starke Schmerzen und rote Striemen auf der Haut. In seltenen Fällen kann es zu einem allergischen Schock kommen, tödliche Verläufe treten jedoch selten auf.

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Die Tentakel werden im Durchschnitt 10 bis 15 Meter lang, können unter Wasser jedoch eine Länge von bis zu 50 Metern erreichen. Da die Tentakel extrem dünn und kaum sichtbar sind, kommt es deshalb häufig zu Verbrennungen, obwohl das Tier scheinbar weit entfernt schwimmt.

Behörden warnen: Nicht anfassen

Die zuständige Gesundheitsbehörde in der französischen Region warnte eindringlich davor, die Tiere anzufassen – auch wenn sie bereits am Strand liegen. Auch gestrandete Tiere oder abgerissene Tentakel am Strand bleiben über Tage hinweg giftig und stellen weiterhin ein Risiko dar.

Wer eines der Tiere sichtet, sollte umgehend die Rettungsschwimmer informieren. Falls es doch zu einer Berührung komme, soll man sofort das Wasser verlassen und die betroffene Stelle mit Meerwasser oder warmem Wasser und Essig abspülen.

Sichtbare Tentakel auf der Haut lassen sich demnach mit einer Pinzette, einem gefütterten Handschuh oder einer Kreditkarte entfernen. Trockener Sand kann den Schmerz lindern. Bei schweren Beschwerden sollte sofort der Notruf gewählt werden. Die Heilung dauert den Angaben zufolge zwischen 15 Tagen und drei Monaten.

Klimakrise bringt tropische Arten an Europas Küsten

Die „Portugiesische Galeere“ ist eigentlich in wärmeren Gewässern wie dem Indischen oder Pazifischen Ozean zu Hause. In Australien tauchen die Tiere in bestimmten Regionen im Sommer in großen Mengen auf – starke Winde treiben sie dabei an die Küste. Schwimmen können die Tiere nicht, ihre gasgefüllte Blase fungiert lediglich als Segel.

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