In vier Stadtteilen nachgewiesen

Stadt warnt vor Tigermücke und ruft Bürger zur Mithilfe auf


20.05.2026 – 17:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Asiatische Tigermücke (Symbolbild): Der Kölner Gesundheitsamt warnt vor der Mücke. (Quelle: imago stock&people/imago)

In vier Kölner Stadtteilen wurde die Tigermücke bereits nachgewiesen. Nun bereiten sich die Behörden auf eine erneute Ausbreitung vor und bitten um Mithilfe bei der Bekämpfung.

Die Asiatische Tigermücke ist mittlerweile auch in Köln angekommen. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, wurde die invasive Mückenart im vergangenen Jahr in vier Kölner Stadtteilen nachgewiesen. Mit steigenden Temperaturen rechnen die Behörden nun erneut mit einem Auftreten der Tigermücke in den kommenden Monaten.

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Mücke profitiert von den zunehmend milden Wintern in Köln und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten weltweit verbreitet. In Europa ist sie vor allem im Mittelmeerraum heimisch geworden, inzwischen aber auch in mehreren Regionen Deutschlands angekommen. Neben den klimatischen Bedingungen tragen laut Gesundheitsamt auch der internationale Reiseverkehr sowie Gütertransporte zur Verbreitung bei.

Anders als heimische Arten: Asiatische Tigermücke ist tagsüber aktiv

Die Asiatische Tigermücke ist mit drei bis acht Millimetern kleiner als viele heimische Mückenarten. Auffällig ist ihr schwarz-weiß gemusterter Körper. Charakteristisch sind zudem eine silbrig-weiße Linie auf Kopf und Rücken sowie weiße Spitzen an den Hinterbeinen.

Eine weibliche Asiatische Tigermücke (Aedes albopicts). (Quelle: James Gathany/CDC/Centers for Disease Control and Prevention/Archivbild/dpa)

Die Mücke gilt als besonders stechfreudig und ist – anders als viele heimische Arten – vor allem tagsüber aktiv. Dadurch könne es insbesondere im Freien zu einer starken Belästigung kommen, so das Gesundheitsamt.

Gesundheitsamt gibt Tipps zur Eindämmung

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ruft die Stadt Köln die Bevölkerung dazu auf, mögliche Brutstätten zu beseitigen. Demnach legen Tigermücken ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ab.

Das Gesundheitsamt empfiehlt deshalb:

Wasser aus Blumentopfuntersetzern, Eimern oder Gießkannen mindestens einmal pro Woche auszuleeren und Gefäße umzudrehen, abzudecken oder regengeschützt zu lagern. Regentonnen und andere Wasserbehälter sollten mit engmaschigen Netzen oder Deckeln verschlossen und Regenrinnen regelmäßig von Laub und Schmutz befreit werden. Zudem wird geraten Wasserstellen für Tiere zwischen April und Oktober mindestens einmal pro Woche zu reinigen und neu zu befüllen

Bereits befallene Wasserbehälter sollten mit mindestens 60 Grad heißem Wasser gründlich ausgespült und abgeschrubbt werden. Wenn sich Wasseransammlungen nicht entfernen lassen, können diese laut Gesundheitsamt alle zwei Wochen mit sogenannten Bti-Tabletten behandelt werden. Der enthaltene Eiweißstoff wirkt gezielt gegen Larven bestimmter Mückenarten.

Asiatische Tigermücke in Köln: Übertragung von Krankheiten möglich

Die Beschwerden nach einem Stich der Tigermücke unterscheiden sich laut Stadt nicht von gewöhnlichen Mückenstichen. Es kann zu Rötungen, Schwellungen und Juckreiz kommen.

Allerdings kann die Asiatische Tigermücke unter bestimmten Bedingungen Krankheiten wie Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Fieber übertragen. Dafür müsse die Mücke zuvor allerdings einen infizierten Menschen gestochen haben. Solche Infektionen werden in Deutschland bislang vor allem bei Reiserückkehrern festgestellt. Eine Übertragung innerhalb Deutschlands habe es bisher noch nicht gegeben.

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